Soko Hypo belastet Kärntner Bank schwer Klagenfurt (APA) - Die Soko Hypo, die die Akten der Kärntner Hypo Alpe Adria Bank untersucht, hat eine neue Anzeige erstattet. Bei den Immobiliengeschäften des Ex-Generals Vladimir Zagorec wurde neben dem Verdacht des Betrugs und der Untreue nun die "Bildung einer kriminellen Vereinigung" bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Es geht um Grundstücksgeschäfte in Kroatien (2004) und ein Kreditvolumen von 5,6 Mio. Euro.
Ermittelt wird gegen Zagorec, aber auch gegen die ehemaligen Bankvorstände Wolfgang Kulterer, Günter Striedinger und andere. Die Kriminalisten sehen offenbar ein System in der Form der Kreditvergabe an Zagorec, wie sie von der Hypo gepflogen worden sein soll. Beanstandet wird hier etwa dass Geld floss, ohne dass Zagorec die notwendigen Sicherheiten beigebracht hätte. Dabei geht es um Grundstücksgeschäfte in Kroatien im Jahr 2004.
Zagorec ist indes dabei, seine Wiener Immobilien zu verkaufen. Der ehemalige hochrangige Militär sitzt in Kroatien im Gefängnis, die Geschäfte führt seine Frau. Zum Verkauf stehen das ehemalige Telegrafenamt am Börseplatz sowie zwei Objekte in Wien-Döbling. Laut Medienberichten soll Zagorec wegen dieser Immobilien rund 40 Mio. Euro an Krediten bei der Kärntner Hypo laufen haben.
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Kräuter forderte am Dienstag von der ÖVP einen "umfassenden Bericht über die Fortschritte der Justizbehörden bei der Verfolgung der Wirtschaftsverbrechen" in der Causa Hypo. Er verlangte einen wirtschaftlichen Statusbericht der zwangsverstaatlichten Bank.
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