Air Berlin plant Beitritt zur "Oneworld"-Allianz Frankfurt (APA/ag) - Die zweitgrößte deutsche Fluglinie Air Berlin steht vor dem Beitritt zu einer der drei weltweiten Luftfahrt-Allianzen. Das Unternehmen habe sich über Eckpunkte einer Mitgliedschaft in der "Oneworld"-Allianz um British Airways und American Airlines verständigt, teilte das Unternehmen am Montagabend (26. Juli) mit.
Oneworld-Gründungsmitglied British Airways werde auch die Bemühungen um eine Vollmitgliedschaft unterstützen. Air Berlin verspricht sich von der Einbindung in das weltweite System bessere Wettbewerbsposition, mehr Einnahmen und geringere Kosten.
Air Berlin dockt damit an ein Bündnis an, das in Konkurrenz zur "Star Alliance" um den größten deutschen Carrier Lufthansa steht. Air Berlin ist derzeit zu 49,9 Prozent an der österreichischen Fluglinie Flyniki von Niki Laud beteiligt und könnte in drei Jahren das Unternehmen zur Gänze übernehmen. Lufthansa ist wieder Eigentümerin der Austrian Airlines (AUA).
Innerhalb der Luftfahrtallianzen gibt es eine enge Zusammenarbeit bei Anschlussflügen, Vielfliegerprogrammen, der Nutzung von Lounges an Flughäfen und der Harmonisierung der Flugpläne. Zu Oneworld gehören auch die australische Qantas, die spanische Iberia und Japan Airlines. Neben "Oneworld" und "Star Alliance" hat sich "Sky Team" gebildet, die unter anderem Air France und Delta Air Lines umfasst.
Air Berlin erklärte, in einem ersten Schritt seien am Montag Kooperationsverträge mit den Oneworld-Mitgliedern American und Finnair zur gemeinsamen Nutzung von Flugnummern (Code Sharing) geschlossen worden. Das Abkommen mit American Airlines umfasst vom 1. November an 15 zusätzliche Ziele in den USA und zwei auf den Bahamas, das mit Finnair Verbindungen zwischen Deutschland und Finnland sowie in Europa und nach Asien.
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