Navigation News Links
Österreich
Bund

Länderübersicht
Aus den Gemeinden
Burgenland
Kärnten
Niederösterreich
Oberösterreich
Salzburg
Steiermark
Tirol
Vorarlberg
Wien

Personelles

Großes Abschiedsfest für Bürgermeister Lowatschek

Eine Stadt sagt Danke

FEST FÜR
HARALD LOWATSCHEK

am Freitag, dem 26. September 2003
ab 18.30 Uhr, Schrannenplatz


F E S T P R O G R A M M

Sternmarsch der Blasmusikkapellen zum Schrannenplatz

Festrede Bürgermeister Reg.Rat Ernst Nakladal

Danksagung der Vereine und Institutionen

Festrede Landeshauptmann-Stv. Liese Prokop

Buchpräsentation
„Harald Lowatschek – Ein augenzwinkernder Rückblick auf eine Mödlinger Institution“ von Reini Buchacher und Christoph Weisgram

Uraufführung des „Bürgermeister-Harald Lowatschek-Marsches“
von Christian Eder

Ansprache von Bürgermeister a. D. Harald Lowatschek

Festheuriger mit Speis & Trank und Weinkost

Bürgermeister
OSR Harald Lowatschek

LEBENSLAUF
geboren am 26. April 1939 in Mödling
Eltern Karl und Maria Lowatschek, Vater Polizeibeamter in Mödling, gefallen 1944, Mutter Hausfrau
• Besuch der Pflichtschule, Besuch der Lehrerbildungsanstalt in Wien - Strebersdorf
• 1958 - 1959 Präsenzdienst beim österr. Bundesheer, Reserveoffiziersausbildung
• 1959 Anstellung als Lehrer im Weinviertel
• 1962 - 1967 Leiter der einklassigen Volksschule Velm, Bez. Wien - Umgebung
• 1967 - 1978 Lehrer in der J. Thoma - Hauptschule Mödling, Lehramtsprüfung für Mathematik, Werken und Leibesübung
• seit 1978 Direktor der Europa - Hauptschule Mödling
• 1989 Verleihung des Berufstitels Oberschulrat
• Ende 1999 Eintritt in den Ruhestand
Politischer Werdegang:
• 1972 Gemeinderat der Stadtgemeinde Mödling
• 1975 - 1985 Vizebürgermeister der Stadtgemeinde Mödling
• Seit 1985 Bürgermeister der Stadtgemeinde Mödling
• 26. September 2003: Amtsübergabe an LAbg Hans Stefan Hintner
Familienstand:
verheiratet seit 1966 mit Gattin Maria
Tochter, Ingrid, geboren 1967
Sohn, Karl, geboren 1969


31 JAHRE KOMMUNALPOLITIK
10 JAHRE VIZEBÜRGERMEISTER
18 JAHRE BÜRGERMEISTER

Am 19. Mai 1972 begann eine der erfolgreichsten Karrieren der Kommunalpolitik in Niederösterreich: Harald Lowatschek, junger Lehrer an der Mödlinger Knaben-Hauptschule, der heutigen Jakob Thoma-Hauptschule, zog als ÖVP-Mandatar an Stelle Karl Stingls in den Mödlinger Gemeinderat ein. Im Jahr 1975, die ÖVP hatte gerade bei den Gemeinderatswahlen die absolute Mehrheit verloren und die SPÖ war mit der FPÖ in Koalition gegangen, lernte er seine erste, harte Politik-Lektion. „Die Zeit unter Bürgermeister Horny war eine ganz schlechte. Als Gemeinderat der immer noch stimmenstärksten Fraktion in Mödling hat man mir auf der Gemeinde nicht einmal einen Sessel zur Verfügung gestellt. Bürgermeister Horny war nur auf Konfrontation aus“, erinnert sich Lowatschek an diese unangenehme aber sehr lehrreiche Zeit. „Diese Erlebnisse haben zwar einerseits meinen großen Kampfgeist und Arbeitswillen gestärkt aber mich andererseits auch zur wohl wichtigsten Erkenntnis meiner politischen Laufbahn gebracht: Wenn ich einmal oben sitze, also Bürgermeister bin, dann mache ich es anders!“

Nach der Wahl 1975 fungierte Harald Lowatschek als Vizebürgermeister und Stadtrat für Stadtbad, Gärtnerei und Forst. Von 1980 bis 1985 war Vizebürgermeister Lowatschek Stadtrat für Schule und Tourismus. Das politische Klima hatte sich unter den sozialistischen Bürgermeistern Lehr und Burg zwar deutlich verbessert, bescherte Lowatschek aber nach eigenem Bekunden den wohl größten „Fehler“ seiner Laufbahn: „Wir haben damals gegen die Errichtung der Fußgängerzone gestimmt, beinharte Opposition gemacht“, so Lowatschek rückblickend.

Nach der Wahl im Jahr 1985 brach dann endgültig die „Ära Bürgermeister Lowatschek“ in Mödling an.
Die ÖVP war mit Liste Wagner-Chef Ing. Josef Wagner, der die Funktion des Vizebürgermeister übernahm, in Koalition gegangen. „1986 haben wir das erste Tagesheim Niederösterreichs in der Karl Stingl-Schule gegründet“, erinnert er sich an die fruchtbare, aber nicht immer einfache Zeit mit seinem exzentrischen Vizebürgermeister. Dennoch war Bürgermeister Lowatschek immer zur Stelle, wenn es an der Zeit war, eine gute aber noch nicht ganz „rechtskonforme“ Aktion oder Idee Wagners umzusetzen: So entstanden unter anderem der Durchgang unter der Bahn, das Altstadt-Postamterl in der Kaiserin Elisabeth-Straße und die Übersiedlung und Neubelebung des Physikalischen Institutes im Freizeitzentrum Stadtbad Mödling. Trotzdem brachte so manche Aktion Wagners Lowatschek Probleme: „Ich kann mich noch gut erinnern, als ich eines Tages aus dem Urlaub zurückkam, hatte der Pepi auf eigene Faust eine 30er-Tafel bei der Goldenen Stiege aufgestellt. Natürlich musste ich nach Intervention des Bezirkshauptmannes die Tafel gemäß der Gesetzeslage wieder abnehmen lassen. Aber natürlich war ich der Buhmann und glatt hat die ÖVP bei der nächsten Wahl dort ein Mandat verloren!“

Die Wahl 1990 brachte eine neue Konstellation: die ÖVP hatte sich auf eine Koalition mit der SPÖ geeinigt, Robert Karpfen löste Pepi Wagner als Vizebürgermeister ab. Es folgte eine durchaus kreative Zeit: Die Restaurierung und Revitalisierung der Mödlinger Bühne, die Installierung des mittlerweile weit über die Grenzen Mödlings bekannten und geschätzten Theaterdirektors Bruno Max sowie die Gründung des Schulsportzentrums in der Dr. Hanns Schürff-Gasse seien stellvertretend genannt.
Nach der Wahl 1995 gab es die wohl turbulentesten Koalitionsverhandlungen: „Die SPÖ hat bei dieser Wahl verloren, die ÖVP leicht gewonnen.
„An sich waren wir mit Robert Karpfen einig, die Rathauskoalition weiterzuführen als plötzlich die „Plattform der 5“ im Raum stand“, erinnert sich Lowatschek noch allzu gut. Die „Plattform der 5“ wäre eine Koalition aus SPÖ, FPÖ, Liste Wagner, Grünen und LIF gewesen, mit dem Ziel, den populären, schwarzen Bürgermeister Lowatschek aus dem Sessel zu hebeln. „Ich muss zugeben, in dieser Situation haben wir unseren damaligen Standpunkt „Nie mehr mit dem Pepi“ über Bord geworfen und nach (nacht-)intensiven Verhandlungen im Babenbergerhof konnte Pepi Wagner schließlich im Morgengrauen von den Vorzügen einer erneuten ÖVP-Liste Wagner-Koalition überzeugt werden.

Nachdem man den Arbeitsstil von Pepi Wagner mittlerweile hinlänglich kannte, versuchte man in der Folge das Beste daraus zu machen. Vor allem an den Ratschlag Volkmar Burgers, Wagner unkonventionell arbeiten zu lassen, kann sich Lowatschek noch gut erinnern. Aus dieser Einstellung heraus – Pepi Wagner hatte jahrelang im Anningergebiet und auf der Meiereiwiese nach Wasser gesucht und gebohrt – entstand schließlich das „Lebenswerk“ Wagners, die Sicherung der Eigenversorgung der Stadt mit bestem Trinkwasser. „Eine historische, für viele Generationen unschätzbare Leistung Wagners, die man gerade nach einem weltweiten Rekordsommer wie heuer nicht hoch genug einschätzen kann“ streut Lowatschek dem im Jahr 2002 verstorbenen Wagner Rosen.

Ebenso glücklich ist Lowatschek mit der höchst gelungenen Renovierung und Adaptierung des Mödlinger Stadtbades von Architekt Adi Straitz im Jahr 1999.
„Der Umbau des Stadtbades ist jene Sache, die mich rückblickend am meisten mit Stolz erfüllt“, merkt man Lowatschek die „Liebe zu seinem“ Stadtbad deutlich an. Und er gilt nicht zu Unrecht als einer der fleißigsten Saunabesucher Mödlings. . .

Aber auch eine Verschiebung der Schwerpunkte registrierte Lowatschek, die Themen gingen merkbar in Richtung Umwelt und Naturschutz: Für die Rettung und Bewahrung des Naturjuwels Eichkogel (heute EU-Naturschutzgebiet und unter „Patenschaft“ von Landeshauptmann Erwin Pröll), setzte er sich als Bürgermeister vehement ein. Die Pflege und Erhaltung des Stadtwaldes und des traumhaften Naherholungsgebietes seiner Heimatstadt genießen höchste Priorität.

Nach der Wahl im Jahr 2000 änderte sich die Konstellationen erneut, die ÖVP koalierte mit der SPÖ, Andreas Holzmann zog als neuer Vizebürgermeister in den Gemeinderat ein. 2001 wurde bei der (finanziell) enorm wichtigen Volkszählung die Hürde von über 21.000 Einwohnern letztlich locker genommen – sicher mit ein Verdienst Lowatscheks, der unermüdlich seine Promotion-Kilometer im Dienst der Stadt abspulte und immer wieder auf die große Bedeutung eines für Mödling positiven Ergebnisses hinwies. Langsam aber sicher hielt bei den meisten Fraktionen die Jugend Einzug in die politischen Gremien. Gemeinsam mit den ÖVP-Stadträten Ukmar und Knipel wurde dann auch das Großprojekt „Haus der Jugend Mödling“ in der Eisentorgasse verwirklicht. Auch die Jugendberatungsstelle WAGGON ist ein österreichweites Vorzeigeprojekt. Konsequenterweise vergaß die Mödlinger Politik nicht auf die ältere Generation und etablierte das Seniorenwohnheim in der Neusiedler Straße.

Auch in der vierten und letzten Ära Lowatschek prägten und prägen große und zukunftsweisende Projekte die Stadtpolitik: „Die Neugestaltung und der Umbau der Fußgängerzone ist auch für mich noch einmal ein absolutes Highlight. Die schmucke Innenstadt ist bereits wieder Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen“, ist der Stadtchef stolz auf das Ergebnis der soeben beendeten Arbeiten. Auch das Mödlinger Gesamtverkehrskonzept „Move“ befindet sich in der Umsetzungsphase.
Kurzum: Am 26. September 2003 kann Bürgermeister Harald Lowatschek besten Gewissens die Agenden einer florierenden und prosperierenden Stadt in die Hände seines designierten Nachfolgers, LAbg Hans Stefan Hintner, legen.
„Es erfüllt mich mit Stolz,

<< zurück zur Übersicht
^top^