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§ 25 Steiermark Raumordnungsgesetz 1974

Zubauten im Freiland (§ 25 Steiermärkisches Raumordnungsgesetz 1974)
Die Regelung in 25 Abs. 4 Z. 2 Stmk. ROG sieht für Zubauten für andere Zwecke als land- und forstwirtschaftliche im Freiland vor, dass es sich um rechtmäßig bestehende bauliche Anlagen handeln muss und – was im vorliegenden Fall von Bedeutung ist – dass durch die Zubauten „die neu gewonnene Geschoßfläche insgesamt“ nicht mehr als die im Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens des ersten Flächenwidmungsplanes bestehende oder erstmals genehmigte betragen darf. Diese Bestimmung selbst spricht somit ohne irgendeine Differenzierung von der durch Zubauten neu gewonnenen Geschoßfläche insgesamt. Der Wortlaut des § 25 Abs. 4 Z. 2 Stmk. ROG spricht dafür, dass jede neu gewonnene Geschoßfläche, somit auch die von Kellergeschoßen, mit zu berücksichtigen ist, sofern die jeweils geforderte Raumhöhe erreicht wird (siehe § 67 Abs. 1 Stmk. BauG). Danach müssen Aufenthaltsräume eine Höhe von 2,40 Meter haben, Aufenthaltsräume in Dachgeschoßen über mindestens die Hälfte eine Höhe von 2,30 Meter und alle anderen Räume 2,10 Meter. Aus dem Schnitt A-A ergibt sich eine Raumhöhe des Kellers von 2,50 Meter.
Zu der vorliegenden Auslegungsfrage sind weiters die folgenden Bestimmungen, die den Begriff Geschoß bzw. Geschoßflächen kennen, ins Auge zu fassen: § 4 Z. 20 und Z. 33, § 15 Abs. 3 Stmk. BauG und § 23 Abs. 12 und Abs. 13 Stmk. ROG.
§ 4 Z. 33 Stmk. BauG definiert als Geschoß jeden Gebäudeabschnitt zwischen Fußboden und der darüber liegenden Decke, zwischen zwei übereinander gelegenen Decken oder zwischen Fußboden und der obersten Decke oder der Unterfläche des Daches, wenn die jeweils geforderte Raumhöhe erreicht wird. Auch diese Definition erfasst – bei entsprechender Raumhöhe – somit unterirdische Geschoße.
§ 4 Z. 20 Stmk. BauG kennt den Begriff Bruttogeschoßfläche. Das ist nach dieser Bestimmung die Fläche je Geschoß, die von den Außenwänden umschlossen wird, einschließlich der Außenwände. Auch diese Definition bezieht sich auf alle Geschoße eines Gebäudes. Sie ist im Besonderen darauf gerichtet, dass in die Berechung der Geschoßflächen die Außenwände einzuberechnen sind. Der Gesetzgeber bezieht sich in § 15 Abs. 3 Stmk. BauG betreffend die Bauabgabe auf diesen Begriff der Bruttogeschoßfläche, indem er anordnet, dass die Bauabgabe sich aus dem Produkt von Einheitssatz je Quadratmeter und der Bruttogeschoßfläche errechnet. In dem folgenden Satz erfolgt eine ausdrückliche Einschränkung dieses gleichfalls umfassend verstandenen Begriffes der Bruttogeschoßfläche. Danach sind Erdgeschoße zur Gänze, die übrigen Geschoße (Tiefgaragengeschoße, Keller, Obergeschoße, Dachgeschoße und dergleichen) zur Hälfte zu berechnen.
Weiters – worauf sich der Beschwerdeführer bezieht – enthält § 23 Abs. 12 Stmk. ROG einen vergleichbaren Begriff. In dieser Regelung wird die Bebauungsdichte dahin definiert, dass durch sie die Verhältniszahl ausgedrückt wird, die sich aus der Teilung der „Gesamtfläche der Geschoße“ durch die zugehörige Bauplatzfläche ergibt. § 1 Abs. 4 Bebauungsdichteverordnung enthält eine ausdrückliche Regelung, was unter „Gesamtfläche der Geschoße“ zu gelten hat. In dieser Regelung werden Untergeschoße nur insoweit einbezogen, soweit sie als Aufenthalts- oder Arbeitsraum genehmigt werden oder als genehmigt anzusehen sind. Diese Ausführungsreglung des Verordnungsgebers ist einzig und allein zu dem Kriterium der Bebauungsdichte gemäß § 23 Abs. 13 Stmk. ROG ergangen.
Aus dem Umstand, dass in der Vorgängerregelung des § 25 Abs. 4 Z. 2 Stmk. ROG als weiteres Kriterium auch die Einhaltung einer bestimmten Bebauungsdichte verlangt wurde, kann nicht – wie der Beschwerdeführer meint – abgeleitet werden, dass der Begriff der „neu gewonnenen Geschoßfläche insgesamt“ in dieser Bestimmung in dem Sinne zu verstehen ist, wie der Verordnungsgeber den Begriff der Gesamtfläche der Geschoße zu dem Kriterium der Bebauungsdichte – wie dargelegt – näher konkretisiert hat. Das Kriterium der Einhaltung einer bestimmten Bebauungsdichte im Falle eines Zubaues im Freiland für andere Zwecke und das in § 25 Abs. 4 Z. 2 Stmk. ROG nach wie vor bestehende Kriterium der Einhaltung eines bestimmten Ausmaßes der neu gewonnenen Geschoßfläche insgesamt stellten zwei unterschiedliche Maßstäbe dar. Das Abstellen auf die Bebauungsdichte wurde vom Gesetzgeber mittlerweile fallen gelassen, „weil diese Beschränkung durch die unterschiedlichen Grundstücksgrößen im Freiland zu verschiedenen und nicht wünschenswerten Ergebnissen geführt hat“ (vergleiche die Erläuternden Bemerkungen zur Novelle 1994, abgedruckt in Hauer – Trippel, „Steiermärkisches Baurecht“, Seiten 673f.). Aus den verschiedenen angeführten Regelungen, in denen der Begriff der Geschoßfläche verwendet wird, ergibt sich zudem, dass, sofern man diesen Begriff eingeschränkt verstehen wollte, eine entsprechende einschränkende Regelung ausdrücklich erfolgt ist (wie in § 15 Abs. 3 Stmk. BauG oder in § 1 Abs. 4 Bebauungsdichteverordnung). Für diese Auslegung spricht ohne Frage auch die Intention der vorliegenden raumordnungsrechtlichen Regelung, die Erweiterung von rechtmäßig bestehenden, aber an sich widmungswidrigen Bauten im Freiland (nur) in einem gewissen engen Rahmen zuzulassen.
Das führt zu dem Ergebnis, dass die belangte Behörde somit zutreffend davon ausgegangen ist, dass auch das von der verfahrensgegenständlichen Baubewilligung erfasste neue Kellergeschoß zur Gänze (zirka 165 Quadratmeter) bei der Beantwortung der Frage, welches Ausmaß neu gewonnener Geschoßflächen die vorliegenden Zubauten erreichen, zu berücksichtigen war. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers wurde im vorliegenden Fall allerdings das Schwimmbad im Kellergeschoß im Ausmaß von zirka 38 Quadratmeter bereits in die Berechnung der neu gewonnenen Geschoßfläche einbezogen. Bei der in Frage stehenden Baubewilligung wurde jedoch die darüber hinaus im Kellergeschoß neu gewonnene Geschoßfläche im Ausmaß von zirka 127 Quadratmeter nicht berücksichtigt. Die belangte Behörde hat daher zu Recht angenommen, dass die verfahrensgegenständliche Baubewilligung vom 21. März 2000 der Regelung des § 25 Abs. 4 Z. 2 Stmk. ROG für zulässige Zubauten im Freiland nicht entsprochen hat. Diese Bewilligung widersprach somit im Sinne des § 32 Abs. 1 Stmk. ROG dem geltenden Flächenwidmungsplan.
Erkenntnis vom 13. Dezember 2004, Zl. 2002/06/0094
§ 23 Steiermark Raumordnungsgesetz 1974

Allgemeines Wohngebiet, Immissionen (§ 23 Steiermärkisches Raumordnungsgesetz 1974)
Im Hinblick darauf, dass der Gesetzgeber für das Ausmaß zulässiger Immissionen in den angeführten Bestimmungen ganz unterschiedliche Formulierungen gewählt hat (insbesondere die Formulierung von das ortsübliche Ausmaß überschreitenden Immissionen im § 13 Abs. 12 Steiermärkisches BauG im Unterschied zu den Regelungen in § 23 Abs. 5 lit. b Steiermärkisches ROG und § 43 Abs. 2 Z. 5 Steiermärkisches BauG), muss davon ausgegangen werden, dass der Landesgesetzgeber damit nicht gleichartige, sondern vielmehr unterschiedliche Maßstäbe für die einzuhaltenden Immissionsstandards normieren wollte. Gemäß der hg. Judikatur (vergleiche das Erkenntnis vom 30. März 2004, Zl. 2003/06/0036) ist für den sich aus § 43 Abs. 2 Z. 5 Steiermärkisches BauG ergebenden Schallschutz das Widmungsmaß, also jenes Ausmaß an Immissionen maßgeblich, das in einer Widmungskategorie maximal zulässig ist. In gleicher Weise hat der Verwaltungsgerichtshof bereits zu § 23 Abs. 5 lit. b Steiermärkisches ROG zum Maßstab der dem Wohncharakter nicht widersprechenden Immissionen ausgesprochen (vergleiche das Erkenntnis vom 4. April 2002, Zl. 2001/06/ 0093), dass danach grundsätzlich das Widmungsmaß der geltenden Widmungskategorie eingehalten werden muss.
Im Unterschied dazu hat der Verwaltungsgerichtshof zu den das ortsübliche Ausmaß nicht überschreitenden Lärmimmissionen gemäß § 13 Abs. 12 Steiermärkisches BauG auch ausgehend davon, dass Maßstab des Zulässigen das so genannte Widmungsmaß des zur Bebauung ausersehenen Bauplatzes insofern ist, als die Summe von vorhandender Grundbelastung (so genanntes Istmaß) und aus dem Projekt hervorgehender Zusatzbelastung (so genanntes Prognosemaß) dieses Widmungsmaß nicht überschreiten darf, in differenzierter Weise ausgesprochen (vergleiche unter anderem das hg. Erkenntnis vom 20. Juni 2001, Zl. 2000/06/0115), dass Immissionen auch dann noch als zumutbar angesehen werden müssen, wenn sie zwar das Ausmaß der in der unmittelbaren Umgebung feststellbaren Immissionen übersteigen, sich aber im Rahmen des im Widmungsmaß sonst üblichen Ausmaßes halten. Andererseits ist bei diesem Kriterium der Maßstab der Zulässigkeit dort, wo die Summe aus Istmaß und Prognosemaß das Widmungsmaß nicht überschreitet, das Ausmaß an Gesamtimmissionsbelastung (Summenmaß aus Istmaß und Prognosemaß), welches der medizinische Amtssachverständige als so genanntes Beurteilungsmaß vorgibt.
Indem sich das verfahrensgegenständliche schalltechnische Gutachten vom 19. April 2000 einschließlich seiner Ergänzungen mit der Frage, ob durch das Verhalten das ortsübliche Ausmaß übersteigender Immissionen zu erwarten seien, auseinander gesetzt hat, hat es sich nicht entsprechend mit den im vorliegenden Verfahren sich aus § 23 Abs. 5 lit. b Steiermärkisches ROG bzw. § 43 Abs. 2 Z. 5 Steiermärkisches BauG ergebenden Immissionsstandards auseinander gesetzt. Das Gutachten und die ergänzende Stellungnahme dazu enthalten zwar Feststellungen, dass die auf der K.-Gasse vorhandene Lärmsituation das Widmungsmaß bei Tag und bei Nacht bereits um zwei Dezibel überschreitet und durch das verfahrensgegenständliche Projekt im Bereich der Zuund Abfahrt der Tiefgarage die Überschreitung des Widmungsmaßes um ein Dezibel gesteigert wird.
In dem Falle, dass die Ist-Situation in einem allgemeinen Wohngebiet bereits über dem Widmungsmaß liegt, muss das Kriterium von nicht dem Wohncharakter des Gebietes widersprechenden Belästigungen der Bewohnerschaft dahin ausgelegt werden, dass der Wohncharakter des Gebietes in diesem Fall zwar durch die das Widmungsmaß bereits übersteigenden Immissionen gekennzeichnet ist, dass aber jede Überschreitung dieses das Widmungsmaß bereits überschreitenden Istmaßes durch ein sonstiges Gebäude im Sinne des § 23 Abs. 5 lit, b Steiermärkisches ROG nicht mehr als zulässig beurteilt werden kann. Wohnbauten sind jedenfalls zulässig.
Erkenntnis vom 21. Oktober 2004, Zl. 2002/06/0029
§ 23 Steiermark Raumordnungsgesetz 1974

Geruchsimmissionen (§ 23 Steiermärkisches Raumordnungsgesetz 1974)
Gemäß § 119 Abs. 2 Steiermärkisches Baugesetz, LGBl. Nr. 59/1995 – Stmk. BauG sind die im Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens dieses Gesetzes anhängigen Verfahren nach den bisher geltenden Bestimmungen zu Ende zu führen.
Gemäß § 61 Abs. 2 lit. b der demgemäß hier anzuwendenden Stmk. BauO kann der Nachbar gegen die Erteilung der Baubewilligung Einwendungen erheben, wenn diese sich auf Bauvorschriften beziehen, die nicht nur dem öffentlichen Interesse, sondern auch dem Interesse der Nachbarn dienen. Dies sind unter anderem die Bestimmungen über die Übereinstimmung des Bauvorhabens mit dem Flächenwidmungsplan, Bebauungsplan und den Bebauungsrichtlinien, soweit damit ein Immissionsschutz verbunden ist (§ 3 Abs. 2). Der Verwaltungsgerichtshof hat bereits in seinem in dieser Angelegenheit ergangenen Erkenntnis vom 26. Juni 1997, Zl. 96/06/0285 darauf hingewiesen, dass die Steiermärkische Bauordnung somit dann, wenn mit der Widmung ein Immissionsschutz verbunden ist, dem Nachbarn ein subjektiv-öffentliches Recht dahin gehend einräumt, dass durch das Bauvorhaben keine Immissionen hervorgerufen werden, die der Flächenwidmung widersprechen.
Gemäß § 23 Abs. 5 lit. e ROG 1974 in der hier maßgeblichen Fassung LGBl. Nr. 41/1991 sind Industrie- und Gewerbegebiete 11 Flächen, die für Betriebe und Anlagen bestimmt sind, die keine unzumutbaren Belästigungen oder gesundheitsgefährdenden Immissionen verursachen, wobei auch die für die Aufrechterhaltung dieser Anlagen in ihrer Nähe erforderlichen Wohnungen, Verwaltungs- und Geschäftsgebäude errichtet werden können. Mit der Widmung Industrie- und Gewerbegebiet 11 ist somit ein Immissionsschutz verbunden. In diesem Sinne haben die mitbeteiligten Parteien unzumutbare und gesundheitsgefährdende Geruchsimmissionen behauptet (siehe dazu das in diesem Fall bereits ergangene Erkenntnis vom 26. Juni 1997, Zl. 96/06/0285).
In diesem Vorerkenntnis hat der Verwaltungsgerichtshof dargelegt, dass er die von der belangten Behörde in ihrem Bescheid vom 4. November 1996 herangezogenen Aufhebungsgründe uneingeschränkt teilt. Daraus ergab sich für die Gemeindeinstanz zweiter Rechtsstufe eine klare Vorgangsweise, den angelasteten Verfahrensmangel zu beheben. Der Verwaltungsgerichtshof vermag der in diesem Zusammenhang von der belangten Behörde geäußerten Rechtsansicht, bei Ermittlung des Istmaßes sei darauf Bedacht zu nehmen, bis zu welchem Ausmaß Belastungen rechtlich zulässig sind, nicht entgegenzutreten. Zwar hat der Verwaltungsgerichtshof bereits im Zusammenhang mit der Anwendung der VDI-Richtlinie 3471 ausgeführt (siehe dazu die hg. Erkenntnisse vom 7. März 2000, Zl. 99/05/0162 und vom 31. Jänner 2002, Zl. 2001/06/0081), dass gegen die Anwendung einer deutschen Richtlinie durch österreichische Sachverständige keine Bedenken bestehen, wenn diese dem Stand der Technik entspricht und denselben Fragenkomplex behandelt, der nach der jeweiligen österreichischen Rechtslage relevant ist.
Die belangte Behörde hat zutreffend die Ansicht vertreten, dass eine Rechtsverletzung der Mitbeteiligten dadurch erfolgt ist, dass zu der Frage der Zumutbarkeit der Erhöhung des Istmaßes unterhalb des Widmungsmaßes kein medizinischer Sachverständiger herangezogen worden war.
Da somit die zweite Gemeindeinstanz hinsichtlich der zu erwartenden Geruchsimmissionen zu Unrecht von einer ausreichenden Beurteilungsgrundlage ausgegangen war, was die belangte Behörde zutreffend zum Anlass für die Aufhebung des Bescheides des Gemeinderates der mitbeteiligten Gemeinde W. nahm, war die Beschwerde gemäß § 42 Abs. 1 VwGG als unbegründet abzuweisen.
Erkenntnis vom 20. Februar 2003, Zl. 2002/06/0084
§ 25 Steiermark Raumordnungsgesetz 1974

Land- und forstwirtschaftlicher Betrieb (§ 25 Steiermärkisches Raumordnungsgesetz 1974)
Gemäß § 25 Abs. 3 Z. 1 lit. b Steiermärkisches Raumordnungsgesetz 1974, LGBl. Nr. 127/1974 in der Fassung der Novelle LGBl. Nr. 1/1995 dürfen im Freiland Neu- und Zubauten errichtet werden, die für einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb erforderlich sind. Gemäß § 25 Abs. 3 Z. 1 Steiermärkisches Raumordnungsgesetz 1974 in der Fassung vor der angeführten Novelle durften im Freiland nur solche Gebäude, Bauwerke und Anlagen errichtet werden, die als Objekte eines Betriebes für eine bestimmungsgemäße Nutzung gemäß Abs. 2 nachweislich erforderlich sowie in ihrer standörtlichen Zuordnung und Gestaltung betriebstypisch sind. Als eine bestimmungsgemäße Nutzung gemäß § 25 Abs. 2 leg. cit. galt die land- und forstwirtschaftliche Nutzung.
Zum Begriff der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung im Zusammenhang mit der zulässigen Nutzung von der Land- und Forstwirtschaft gewidmeten Grundflächen im Sinne der raumordnungsrechtlichen Bestimmungen hat der Verwaltungsgerichtshof schon wiederholt Stellung genommen und dabei die Auffassung vertreten, dass – anders als etwa im Bauernsozialversicherungsrecht, worauf der Beschwerdeführer verweist – nicht schon jede land- und forstwirtschaftliche Tätigkeit im technischen Sinne darunter zu verstehen ist.
Nicht eine solche Tätigkeit zu regeln ist Sinn und Zweck raumordnungsrechtlicher Bestimmungen bzw. der auf Grund solcher Bestimmungen ergangenen Flächenwidmungspläne, sondern nur solche Tätigkeiten, die auf Grund ihres Umfangs überhaupt geeignet sind, Raumordnungsbelange zu berühren. Zur Vermeidung missbräuchlicher Aushöhlung der Ziele der Raumordnung, insbesondere zur Vorkehrung gegen eine Zersiedelung (vergleiche das hg. Erkenntnis vom 20. April 1995, Zl. 92/06/0036 und die in diesem dazu genannte Vorjudikatur) hat der Verwaltungsgerichtshof daher das Vorliegen betrieblicher Merkmale, das heißt eine planvolle, grundsätzlich auf die Erzielung von Einnahmen gerichtete nachhaltige Tätigkeit für wesentlich erachtet, die zumindest die Annahme eines nebenberuflichen landwirtschaftlichen (das heißt der Urproduktion dienenden) Betriebes rechtfertigen (vergleiche das angeführte hg.
Erkenntnis und in diesem dazu genannte hg. Vorjudikatur). Die Kernölerzeugung bzw. Kürbiskernerzeugung ist an sich als landwirtschaftliche Nutzung zu beurteilen, wobei auch bei einem solchen Betrieb die Einstufung als (bloßer) landwirtschaftlicher Nebenbetrieb unter den Gesichtspunkten des § 25 Abs. 3 Steiermärkisches Raumordnungsgesetz 1974 nicht schädlich ist (vergleiche das angeführte hg. Erkenntnis). Ob zumindest ein solcher landwirtschaftlicher Nebenbetrieb vorliegt, hängt einerseits von der Betriebsgröße, aber auch von dem erzielbaren Bewirtschaftungserfolg ab.
Dieser kann vor allem in jenen Fällen, in denen nicht schon die Betriebsgröße auf das Vorliegen landwirtschaftlicher Nutzung im Sinne der zuvor zitierten Rechtsprechung schließen lässt, das heißt vor allem im Grenzbereich vom landwirtschaftlichen Nebenbetrieb zum (reinen) „Hobby“, ein Indiz dafür sein, ob eine über einen bloßen Zeitvertreib hinausgehende landwirtschaftliche Nutzung im hier maßgebenden Sinne vorliegt. Wenn in einem solchen Fall von vornherein ausgeschlossen ist, dass die aus der geplanten Tätigkeit zu erwartenden Einnahmen auf Dauer über den damit zusammenhängenden Ausgaben bleiben, kann dies gegen die Annahme eines landwirtschaftlichen Nebenbetriebes sprechen (vergleiche das hg. Erkenntnis vom 18. Jänner 1994, Zl. 93/05/0212). Solches kann auf Grund der vorliegenden Ermittlungen und Feststellungen für den in Frage stehenden Betrieb des Beschwerdeführers gerade nicht ausgeschlossen werden.
Es ist nicht ersichtlich, warum die Berufungsbehörde, wie die belangte Behörde, nicht die konkreten Ertragswertzahlen und Betriebsausgabenaufzeichnungen der Öl- und Kernerzeugung des Beschwerdeführers, die schon mehrere Jahre durchgeführt wird, zur Beurteilung der Frage, ob ein landwirtschaftlicher Betrieb in Form einer planvollen, grundsätzlich auf Erzielung von Einnahmen gerichteten nachhaltigen Tätigkeit vorliegt, herangezogen hat. Die vom Gutachter angenommenen variablen Kosten für die Ölerzeugung sind nicht nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar ist auch, warum die variablen Kosten bei der Kernerzeugung trotz vorhandender Kostenabrechnungen des Beschwerdeführers nach dem Standard-Deckungsbeitragskatalog angenommen wurden. Nicht näher begründet wurde auch die Annahme, dass die Errichtung des verfahrensgegenständlichen Bauvorhabens Kosten in der Höhe von 421.000 Schilling ausmachen werde, während der Beschwerdeführer dies – wenn auch ohne Anführung näherer Zahlen – bestritten hat. Es lag somit kein schlüssiges und nachvollziehbares Gutachten zu der Frage vor, ob die vorliegende landwirtschaftliche Tätigkeit des Beschwerdeführers zumindest als landwirtschaftliche Nebenerwerbsätigkeit im Sinne der hg. Judikatur zu qualifizieren ist. Das vorliegende Verwaltungsverfahren erweist sich somit, was den maßgebenden Sachverhalt betrifft, als ergänzungsbedürftig.
Erkenntnis vom 25. November 1999, Zl. 98/06/0178
§ 25 Steiermark Raumordnungsgesetz 1974

Freiland (§ 25 Steiermärkisches Raumordnungsgesetz 1974)
§ 25 Steiermärkisches ROG enthält jedoch keinen Immissionsschutz, so daß den Beschwerdeführern insoweit keine subjektiven Rechte zukommen. Nach der Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes besitzt der Nachbar keinen Rechtsanspruch auf Einhaltung der Widmung Freiland (vergleiche das hg. Erkenntnis vom 6. Juli 1989, Zl. 88/06/0142). Die von den Beschwerdeführern insoweit behauptete Rechtsverletzung liegt daher nicht vor. Die Beschwerdeausführungen zur Frage der Einhaltung des Flächenwidmungsplanes gehen mangels subjektiv-öffentlichen Mitspracherechtes ins Leere.
Erkenntnis vom 16. Oktober 1997, Zl. 96/06/0020
§ 25 Steiermark Raumordnungsgesetz 1974

Untergang eines Gebäudes (§ 25 Steiermärkisches Raumordnungsgesetz 1974)
Gemäß § 25 Abs. 4 Z. 1 des Steiermärkischen Raumordnungsgesetzes 1974, LGBl. Nr. 127, i. d. F. LGBl. Nr. 1/1995 (ROG), dürfen im Freiland außer für Zwecke land- und forstwirtschaftlicher Nutzungen bestehende bauliche Anlagen im unbedingt notwendigen Ausmaß ersetzt werden, wenn sie infolge eines katastrophenartigen Ereignisses untergegangen sind, wobei bei Einbringung des Bauansuchens der Zeitpunkt des Unterganges nicht länger als fünf Jahre zurückliegen darf. Da ein Brand nur im Inneren eines Gebäudes nicht zum Untergang des Gebäudes führt und die Beschwerdeführer in ihrer Berufung gegen den Bescheid des Bürgermeisters vom 5. Oktober 1995 nur von Feuchtigkeitsschäden gesprochen haben, die sie zur Abtragung des Gebäudes veranlaßt haben, sind schon aus diesem Grunde die Voraussetzungen des § 25 Abs. 4 Z. 1 ROG hinsichtlich des Untergangs des Gebäudes infolge eines katastrophenartigen Ereignisses nicht gegeben. Es rechtfertigt die genannte Bestimmung aber auch nicht den Ersatz eines Gebäudes, das nicht zu Wohnzwecken benützt werden durfte, durch ein beheizbares Wohnhaus, bestehend aus zwei Zimmern, einer Küche, einem WC, einem Vorraum und einem Bad. Wenn in der Beschwerde ausgeführt wird, es sei den Beschwerdeführern unerklärlich, auf Grund welcher Unterlagen die Vorstellungsbehörde zu dem unrichtigen Schluß gekommen sei, es sei die Errichtung eines eingeschossigen Bauwerkes in Holzriegelbauweise, bestehend aus erwähnten Räumen, geplant, so sind sie diesbezüglich auf ihr Baugesuch zu verweisen, dessen Einreichplan genau dieses Projekt ausweist.
Erkenntnis vom 3. Juni 1997, Zl. 97/06/0065
§ 25 Steiermark Raumordnungsgesetz 1974

Freiland (§ 25 Steiermärkisches Raumordnungsgesetz 1974)
Was die Argumentation betreffend die Einhaltung des § 25 Abs. 3 Steiermärkisches Raumordnungsgesetz 1974 anlangt, so ist darauf hinzuweisen, daß nach der ständigen Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes zu § 61 Abs. 2 lit. b Steiermärkisches ROG dem Nachbarn kein subjektives Recht auf Einhaltung des § 25 Abs. 3 Steiermärkisches ROG zukommt. Die Steiermärkische Bauordnung räumt dem Nachbarn nicht schlechthin ein subjektives Recht auf Einhaltung der Widmung ein (vergleiche zum Beispiel das hg. Erkenntnis vom 6. Dezember 1990, Zl. 90/06/0123, aber auch das oben genannte Vorerkenntnis, betreffend das hier vorliegende Projekt vom 17. November 1994, Zlen. 93/06/0123, 0124).
Eine Verletzung subjektiver Rechte der Beschwerdeführer kann daher in diesem Zusammenhang nicht vorliegen. Abgesehen davon, daß insofern keine subjektiven Rechte bestehen, ist aber der belangten Behörde im Ergebnis zuzustimmen, daß das steiermärkische Raumordnungsrecht keine Grenze nach der Anzahl der gehaltenen Tiere derart vorsehen würde, daß bei Überschreitung einer solchen Grenze nicht mehr Landwirtschaft vorläge. Eine Definition des Begriffes Land- und Forstwirtschaft enthält das Steiermärkische Raumordnungsgesetz 1974 nicht. Im § 3 Abs. 9 leg. cit. ist als eines der Raumordnungsziele auch die Bedachtnahme auf die Sicherung und Verbesserung der räumlichen Voraussetzungen für eine leistungsfähige Land- und Forstwirtschaft, insbesondere die Verbesserung der Agrarstruktur, erwähnt. Auch in diesem Zusammenhang wird keine Begriffsbestimmung der Land und Forstwirtschaft vorgenommen.Angesichts der in § 25 Abs. 2 Steiermärkisches Raumordnungsgesetz 1974 enthaltenen Aufzählung von möglichen Sondernutzungen, unter denen sich keine für eine sogenannte „Massentierhaltung“ oder „Intensivtierhaltung“ findet, kann der belangten Behörde nicht entgegengetreten werden, wenn sie die Auffassung vertritt, daß eine land- und forstwirtschaftliche Nutzung unabhängig von der Anzahl der in einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb gehaltenen Tiere vorliegt. Aus der Gegenüberstellung der Flächen, die der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung dienen, und der Flächen, für die eine Sondernutzung festzulegen ist, folgt auch bereits, daß der Landesgesetzgeber systematisch zwischen der Land- und Forstwirtschaft und den in Abs. 2 genannten Sondernutzungen unterscheidet. Jedenfalls enthält das Raumordnungsgesetz keine Anordnung, daß bestimmte Arten der Tierhaltung nur auf bestimmt gewidmeten Flächen, die entweder innerhalb des Grünlandes oder aber als eigene Widmungskategorie auszuweisen wären, zulässig wären (vergleiche demgegenüber zum Beispiel § 3 Abs. 9 lit. c, in Verbindung mit § 5 Abs. 2 lit. b Kärntner Gemeindeplanungsgesetz, LGBl. Nr. 23/1995). Der in diesem Zusammenhang in den Beschwerden enthaltene Hinweis auf § 13 Viehwirtschaftsgesetz geht schon insofern fehl, als der Umstand, daß nach anderen (bundesgesetzlichen) Bestimmungen eine Bewilligung für das Halten von Tieren erforderlich ist, wenn eine bestimmte Anzahl von Tieren überschritten wird, für sich allein keinen Grund darstellt, ab einer derartigen Grenze nicht mehr vom Vorliegen einer Landwirtschaft in dem Sinne, wie das Raumordnungsgesetz den Begriff verwendet, auszugehen.
Dies vor allem auch deshalb, weil in dem bezogenen Viehwirtschaftsgesetz selbst ebenfalls kein Anhaltspunkt dafür zu finden ist, daß bei Überschreiten der in § 13 Abs. 1 genannten Tierbestände nicht mehr von einem landwirtschaftlichen Betrieb gesprochen werden könnte (das Viehwirtschaftsgesetz spricht vom Inhaber von Betrieben bzw. von der Bewilligung für das Halten größerer Tierbestände als nach Abs. 1 und kennt – in offensichtlicher Gegenüberstellung zu jenen Betrieben, die einer Bewilligung gemäß § 13 Abs. 2 Viehwirtschaftsgesetz bedürfen – den Begriff „einer bäuerlichen Veredelungsproduktion“, woraus aber nicht abzuleiten ist, daß nur bei letzterer von Land- und Forstwirtschaft gesprochen werden könnte). Es trifft daher nicht zu, daß – wie die Beschwerdeführer meinen – aus der Bewilligungspflicht nach dem Viehwirtschaftsgesetz abzuleiten sei, daß ein Betrieb mit mehr als 130 Stück Mastkälbern mit „Land- und Forstwirtschaft im engeren Sinne, vor allem im Sinne der Steiermärkischen Raumordnung“, nichts mehr zu tun habe (auf die in der Gegenschrift der mitbeteiligten Partei enthaltenen Ausführungen zum Begriff der Land und Forstwirtschaft, wie er vom Gewerberechtsgesetzgeber bei der Umschreibung des Anwendungsbereiches der Gewerbeordnung verwendet wird, braucht in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht eingegangen zu werden, da auch diesbezüglich gilt, daß diese Begriffsbildung letztlich nicht ausschlaggebend für die Auslegung des Raumordnungsgesetzes ist, zumal sich die Raumordnungskompetenz des Landes auf sämtliche Bodennutzungen bezieht, die nicht auf Grund einer Planungskompetenz in einem Bundeskompetenztatbestand „annexweise“ – vom Bundesgesetzgeber mitgeregelt werden können; Raumordnungsgesetze der Länder können daher auch die Nutzung zu gewerblichen und landwirtschaftlichen Zwecken regeln; ob dabei auf Begriffe rekurriert wird, die auch in Bundesgesetzen verwendet werden, wäre jeweils im Einzelfall nachzuweisen; im vorliegenden Zusammenhang fehlt ein Hinweis, daß der Landesgesetzgeber sich an der Begriffsbildung in der Gewerbeordnung orientieren wollte; vergleiche zur vergleichbaren niederösterreichischen Rechtslage im übrigen das hg. Erkenntnis vom 23. Jänner 1996, Zl. 95/05/0217, und das hg. Erkenntnis vom 26. Mai 1992, Zl. 92/051/0004)
Erkenntnis vom 19. Dezember 1996, Zlen. 93/06/0184, 0185
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