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Madoff-Betrug und Konjunkturdaten belasten US-Börsen


New York (dpa) - Der US-Aktienmarkt ist am Montag vom Milliarden- Betrug des New Yorker Financiers Bernard L. Madoff an der Wall Street und schwachen Konjunkturdaten belastet worden. Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Minus von 0,75 Prozent bei 8564,53 Zählern. Der marktbreite S&P-500-Index ging 1,27 Prozent tiefer bei 868,57 Punkten aus dem Handel. Der NASDAQ Composite-Index notierte zum Schluss 2,10 Prozent schwächer bei 1508,34 Zählern. Beim NASDAQ 100 standen Abschläge von 2,05 Prozent auf 1181,87 Punkte zu Buche.

Aktien von General Motors (GM) beendeten den Handelstag 3,55 Prozent höher bei 4,08 US-Dollar und standen damit an der Dow-Spitze. Die Hoffnung auf eine Lösung für die US-Autobauer stützte Händlern zufolge den Sektor erneut. US-Präsident George W. Bush hatte den Zugang zum 700 Milliarden Dollar schweren Rettungspaket für die Finanzbranche in Aussicht gestellt. Allerdings seien mit dem Überbrückungskredit die Probleme der Branche bei weitem nicht gelöst, betonte Marktanalyst Heino Ruland von FrankfurtFinanz Partner. Zuletzt hieß es von der Bank of America, GM könnte 30 Milliarden Dollar an Regierungsmitteln brauchen, um das Unternehmen vor einem Bankrott zu retten und eine Kettenreaktion in der Branche zu verhindern. Papiere des GM-Konkurrenten Ford Motor verteuerten sich um 4,61 Prozent auf 3,18 Dollar.

Eine Bestätigung des Gewinnziels für 2008 ließ Papiere von Honeywell International um 6,32 Prozent auf 30,78 Dollar steigen. Der US-Mischkonzern rechnet zwar wegen der Wirtschaftskrise im kommenden Jahr mit einem Gewinnrückgang, bestätigte aber das zuletzt gesenkte Ziel für den Gewinn je Aktie (EPS) im laufenden Jahr.

Dagegen gehörten Bankentitel zu den Verlierern. Für Bank of America ging es um 5,49 Prozent auf 14,11 Dollar nach unten. Das Institut hatte einen Zeitungsbericht dementiert, dem zufolge es seinen Anteil an der China Construction Bank verkaufen will.

Die endgültig gescheiterte Übernahme der Huntsman Corp ließ deren Aktie um 49,06 Prozent auf 2,98 Dollar abstürzen. Der Chemiehersteller beendete nach monatelangen juristischen Auseinandersetzungen die Gespräche mit dem Spezialchemie-Hersteller Hexion, der der Beteiligungsgesellschaft Apollo Group gehört und Huntsman für 6,5 Milliarden Dollar kaufen und von der Börse hatte nehmen wollen. Für das Scheitern der Übernahme erhält Huntsman eine Entschädigung von insgesamt einer Milliarde US-Dollar.

Der Euro verbuchte Gewinne und notierte zuletzt bei 1,3697 US- Dollar. US-Anleihen legten durch die Bank zu. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen steigen um 20/32 Punkte auf 110 27/32 Punkte und rentierten mit 2,505 Prozent.
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