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Marktbericht der Börse Stuttgart KW 2, 05.01. bis 09.01.2009 Auslandsaktien


Börsenjahr beginnt freundlich – Zahlen von Alcoa und Intel sorgen für
Stimmungswechsel – Satyam entpuppt sich als große Luftnummer


Der Handel am Montag war geprägt von Gewinnmitnahmen. Die Marke von
9.000 Punkten im Dow Jones wurde wieder unterschritten. In der Vorwoche
gewann der Index rund 600 Punkte. Zu den Meldungen des Tages zählten die
Absatzzahlen der Autobauer, die nicht so schlecht wie befürchtet ausfielen. Die
Aktien von General Motors (WKN: 850000) gewannen über 1,6 Prozent und
Ford (WKN: 502391) konnten fast fünf Prozent zulegen. Der Chef von Apple,
Steve Jobs, nahm am Montag Stellung zu seinem Gesundheitszustand. Dies
nahm der Aktienmarkt mit Erleichterung auf und sorgte für einen Kursanstieg
von vier Prozent. In den Handelssitzungen zuvor drückten Gerüchte über eine
mögliche Wiedererkrankung den Aktienkurs. Von einem positiven
Analystenkommentar profitierte die Aktie von Advanced Micro Devices
(WKN:863186), die mit zwölf Prozent Kursplus aus dem Handel ging. Dagegen
belasteten negative Kommentare die Aktien von AT&T (WKN: A0HL9Z) und
Verizon (WKN: 868402), deren Kursabschlag sich auf drei bzw. sechs Prozent
belief.
Am Dienstag sorgte das Protokoll der US-Notenbank für eine deutliche
Ernüchterung bei den Anlegern. Auch wenn sich für dieses Jahr die Aussichten
verschlechtert haben, geht man nach wie vor von einer Erholung im nächsten
Jahr aus. Die Gewinnerliste führten die Finanzwerte an, die im Dow Jones nur
noch durch Hewlett-Packard (WKN: 851301) überboten wurden. Die Aktien von
Dow Chemical stiegen um über sechs Prozent. Nach dem die Partnerschaft mit
Kuwait geplatzt ist, kündigte das Unternehmen rechtliche Schritte an. Die
Marktteilnehmer spekulierten auf eine mögliche Schadensersatzzahlung.
Dunkle Wolken zogen am Mittwoch am Börsenhimmel in den USA auf. Für den
Stimmungswechsel waren vorwiegend die schlechten Nachrichten bei Alcoa
(WKN: 850206) und Intel (WKN: 855681) verantwortlich. Alcoa hat angekündigt
Kontakt: Cornelia Frey, boerse-stuttgart AG, Telefon: 0711 – 222 985 - 518, E-Mail:
cornelia.frey@boerse-stuttgart.de
weltweit über 13.500 Arbeitsstellen abzubauen und trennt sich außerdem von
Randaktivitäten. Der deutliche Preisrückgang beim Aluminium mache diese
Maßnahmen notwendig, hieß es von Unternehmensseite. Der Aktienkurs sackte
um zehn Prozent ab. Nicht einmal die im November reduzierte Umsatzprognose
konnte von Intel eingehalten werden, was den Aktienmarkt maßlos enttäuschte.
Die Zahlen lagen fast ein Viertel unter dem Vorjahreswert. Somit war es auch
kein Wunder, dass die Aktie über sechs Prozent an Wert verlor. Es gab aber auch
Lichtblicke an diesem Tag. Zu den wenigen gehörte Monsanto (WKN: 578919).
Nach dem deutlichen Gewinnsprung im ersten Quartal zeigte sich das
Unternehmen optimistisch für das gesamte Geschäftsjahr und hob die Prognosen
an. Die Anleger zeigten sich höchst erfreut und ließen die Aktie um über 17
Prozent klettern.
Das Börsenjahr 2009 begann in Japan erst am Montag mit einer halben
Börsensitzung. In dieser gelang es dem Nikkei225 die Hürde von 9.000 Punkten
zu nehmen. Zu den Spitzenreitern zählten die Finanzwerte, wie Mitsubishi UFJ
(WKN: 657892) mit einem Kursplus von vier Prozent. Deutlicher konnten
Sumitomo Mitsui (WKN: 778924) und Mizuho Financial (WKN: 200455) zulegen,
die aufgrund eines Aktiensplittes in der letzten Handelswoche 2008 vom Handel
ausgesetzt waren. Die positive Stimmung hielt bis Mittwoch an, getrieben von
Werten wie Canon (WKN: 853055), Toyota (WKN: 853510) und Mazda (WKN:
854131). Letztere konnten auch am Donnerstag gegen den Trend weiter zu
legen, obwohl der Nikkei225 wieder unter 9.000 Punkte rutschte. Die schlechten
Zahlen von Intel erwiesen sich als Stimmungskiller, so dass die Unternehmen der
Technologiebranche mit Kursverlusten von ungefähr fünf Prozent die größten
Verlierer des Tages waren.
HongKong musste am Donnerstag kräftig Federn lassen, so dass der HangSeng
4,14 Prozent auf 14.415 Punkte abgab und die Gewinne der Neujahrsrallye fast
komplett aufbrauchte. Das Jahr 2008 wurde bei 14.387 Punkten abgeschlossen.
Im Fokus der Anleger standen die Banken mit einem durchschnittlichen Minus
von sechs Prozent und der viertgrößte Computerhersteller Lenovo (WKN:
894983). Trotz der geglückten Integration der PC-Sparte von IBM, die 2005
erworben wurde, musste ein Verlust für das vierte Quatal in Aussicht gestellt
werden. Die dritte Entlassungswelle seit dem IBM-Deal kostet 11 Prozent der
Belegschaft in den nächsten Wochen ihre Arbeitsplätze. Der Druck auf die
Margen soll weiterhin bestehen. Der Markt quittierte die Aussagen am
Donnerstag mit einem Minus von fast 26 Prozent auf 1,91 HK$ (0,181 Euro).
Geschockt waren die weltweiten Aktienmärkte am Mittwoch wegen einer
Unternehmensmitteilung der indischen IT-Firma Satyam Computer (WKN:
675236). Satyam teilte mit, dass die ausgewiesenen Gewinne, Bankguthaben
und Gewinnmargen in den vergangenen Jahren wesentlich höher ausgewiesen
wurden als sie tatsächlich waren. Die vorhandenen Vermögenswerte waren
anscheinend 95 Prozent zu hoch bewertet. Der Aktienkurs der amerikanischen
ADRs verlor innerhalb eines Tages über 80 Prozent an Wert und notierte am
Mittwoch bei 0,80 €. Der indische Firmengründer teilte die Fälschungen selbst
der indischen Börsenaufsicht mit. Handelsteilnehmer erinnerten sich an die
Kontakt: Cornelia Frey, boerse-stuttgart AG, Telefon: 0711 – 222 985 - 518, E-Mail:
cornelia.frey@boerse-stuttgart.de
Enron-Pleite 2001, die den bis dahin größten Bilanzskandal in der
amerikanischen Geschichte auslöste. Der Indische Aktienindex verlor sieben
Prozent an Wert.
Auch in diesem Jahr veröffentlichen wir wieder die TOP10 der meistgehandelten
Auslandsaktien an der Börse Stuttgart:
TOP 10 Meistgehandelte Auslandsaktien Börse Stuttgart*
Auslandsaktie WKN
1. Washington Mutual 893 906
2. Qimonda A0K EAT
3. Gazprom 903 276
4. Lehman Brothers 891 041
5. General Motors 850 000
6. Satyam Computer ADR 675 236
7. Lukoil 899 954
8. Alcoa 850 206
9. UBS NA UB0 BL6
10. C.A.T. OIL A0J KWU
*gemessen an der Anzahl der Preisfeststellungen im Zeitraum 29.12.2008 - 07.01.2009  << zurück zur Übersicht