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Paris dringt auf EU-Regeln zu Aktienmärkten und Leerverkäufen


Paris (dpa) - Frankreich dringt auf eine "starke europäische Regulierung" der Aktienmärkte. Er wünsche mehr europäische Initiativen auch von der EU-Kommission, sagte der neue Chef der Pariser Finanzmarktaufsicht AMF, Jean-Pierre Jouyet, dem Finanzblatt "La Tribune" (Montag). Das gelte auch für die Frage der Leerverkäufe von Aktien, bei denen der Verkäufer auf einen Kursverfall setzt.

Man könne kein System freier Finanzdienste "ohne eine echte Harmonisierung der Vermarktungsbedingungen und der Verantwortlichkeiten" akzeptieren, sagte der bisherige Europa-Staatssekretär. Eine starke Marktregulierung könne sich nicht nur auf eine Vereinigung der nationalen Aufseher gründen. Das sei aber bisher der Fall. Heute bekomme ein Finanzprodukt einen europäischen Pass, obwohl es in jedem Land andere Regeln für die Aufsicht und die Verantwortlichkeiten des Emittenten gebe.

Jouyet sprach sich auch dagegen aus, die Ermittlungen und Strafen bei Finanzmarktdelikten alleine der Justiz zu überantworten. Um dem Markt die Grenzen aufzuzeigen, müssten Strafen schnell erfolgen. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat den Europaexperten Jouyet zum AMF-Chef gemacht, um für eine Harmonisierung der europäischen Finanzmarktregeln zu sorgen.
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