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DAX sehr schwach - Heftige Kurseinbrüche bei Bankaktien


Frankfurt/Main (dpa) - Heftige Kurseinbrüche bei den Bankaktien und bei den Titeln von Siemens haben den DAX am Mittwoch tief ins Minus gerissen. Spekulationen über mögliche Finanzprobleme des irischen Staates hatten die frühen Kursgewinne an der deutschen Börse bereits zuvor dahinschmelzen lassen. Bis zum Nachmittag verlor der DAX 3,41 Prozent auf 4478 Punkte. Der MDAX mittelgroßer Werte gab 3,19 Prozent auf 5180 Zähler ab. Der TecDAX fiel um 3,36 Prozent auf 463,28 Punkte.

"Die Stimmung am Markt ist vollständig gekippt und die Nervosität ist hoch" sagte ein Aktienhändler. Die Deutsche Bank habe den Markt mit der überraschenden Vorlage von Eckdaten "geschockt". Die Zahlen seien "viel schlechter als erwartet", sagte der Händler.

Die Aktien der Postbank brachen nach der Einigung von Deutscher Bank und Post über die neuen Bedingungen einer Übernahme um 17,77 Prozent auf 11,80 Euro ein und markierten zeitweise ein neues Rekordtief. "Damit ist die Fantasie auf eine schnelle Übernahme und ein Pflichtangebot an die freien Aktionäre raus", sagte ein Händler. Die Aktien der Post gaben 2,93 Prozent auf 9,450 Euro nach.

Die Titel der Deutschen Bank sackten um 9,97 Prozent auf 21,84 Euro ab. Die Bank rutschte durch einen Verlust im vierten Quartal in Höhe von 4,8 Milliarden Euro auch im Gesamtjahr tief in die roten Zahlen. Ein Aktienhändler sagte: "Es ist unglaublich, wie lange hier gute Miene zum bösen Spiel gemacht wurde. Das Vertrauen dürfte nun gänzlich weg sein. Am Markt hat ja eigentlich schon jeder mit schlechten Zahlen gerechnet, aber zuvor immer wieder die Gemüter zu kühlen, grenzt fast an Frechheit." Im Sog der negativen Nachrichten fielen die Aktien der Commerzbank um 9,15 Prozent auf 3,920 Euro.

Die Aktie von Siemens rutschten nach negativ aufgenommenen Unternehmensaussagen um 10,12 Prozent auf 43,25 Euro. Siemens- Finanzchef Joe Kaeser hatte sich am Dienstag laut einem Konzernsprecher auf einer Investorenkonferenz in New York trotz eines erwarteten Gewinn- und Umsatzanstiegs im Auftaktquartal 2009 vorsichtig geäußert.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,93 (Vortag: 2,88) Prozent. Der Rentenindex REX sank um 0,06 Prozent auf 122,01 Punkte. Der Bund Future gewann 0,21 Prozent auf 125,57 Zähler. Der Euro gab weiter nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3173 (Dienstag 1,3262) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7591 (0,7540) Euro.
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