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US-Börsen mit Gewinnen nach Achterbahnfahrt - Sorgen um Banken


New York (dpa) - Neue Zweifel an der Stabilität großer US-Banken haben die US-Börsen am Donnerstag auf eine turbulente Achterbahnfahrt geschickt. Zum Handelsschluss retteten sich die Aktienmärkte ins Plus. Besonders Technologiewerte legten deutlich zu. Der Ölpreis fiel weiter.

Der Dow-Jones-Index beendete eine Serie von sechs Verlusttagen in Folge und legte um 0,15 Prozent auf 8212,49 Punkte zu. Der S&P-500- Index stieg um 0,13 Prozent auf 843,74 Zähler. Der NASDAQ-Index gewann am stärksten um 1,49 Prozent auf 1511,84 Punkte.
Dramatische Einbußen erlitt erneut die von der Finanzkrise schwer getroffene Citigroup (minus 15 Prozent). Zur Bilanzvorlage am Freitag wird ein neues Milliardenloch erwartet. Der einstige Branchenprimus steht zudem vor einem Not-Ausverkauf. An der Börse kursierten Gerüchte, die Bank könnte komplett verstaatlicht werden.

Steil stürzte auch der inzwischen größte US-Finanzkonzern Bank of America ab (minus 18 Prozent). Die Bank benötigt US-Medien zufolge wegen der hohen Verluste bei der übernommenen Investmentbank Merrill Lynch neue staatliche Milliardenhilfen. In der Diskussion ist auch ein enormer Rettungsschirm mit dreistelligen Milliardengarantien wie ihn bereits die Citigroup bekam.

Bei den Technologiewerten ging es für iPhone-Anbieter Apple (minus 2,3 Prozent) nach unten, weil Konzernchef Steve Jobs ernsthafter krank ist als bisher bekannt. Der 53-Jährige nimmt zur Behandlung bis Ende Juni eine Auszeit. Jobs gilt wie kaum ein anderer Manager als Motor und Garant des Erfolgs seines Konzerns.

Die IT-Branche gerät immer stärker in den Sog der Wirtschaftskrise und streicht massiv Stellen. Die Börse begrüßte den Rotstift zumeist. Beim kriselnden Handy-Produzenten Motorola (plus 7,8 Prozent) fallen noch einmal 4000 Jobs weg. Microsoft (plus 0,8 Prozent) erwägt einem Bericht zufolge ebenfalls einen deutlichen Abbau.

Die Rentenmärkte zeigten sich kaum verändert. Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten mit 2,200 Prozent. Der Euro verbilligte sich auf 1,3124 nach 1,3160 Dollar am Vortag. dpa ag/fd xx z2 ch
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