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Marktbericht der Börse Stuttgart KW 3, 12.01. bis 16.01.2009
Auslandsaktien
Börsen weltweit im Rückwärtsgang – Ausverkaufstimmung in Japan –
Übernahmespekulationen treiben den Kurs von Fortis


In dieser Handelwoche stand der amerikanische Aktienmarkt unter keinem guten
Stern. Es herrschte erhebliche Unsicherheit über die bevorstehenden
Quartalsabschlüsse, wo Alcoa (WKN: 850206) am Montag nach Börsenschluss
den Startschuss gab. Bereits im Vorfeld notierte die Aktie deutlich schwächer und
beendete den Handel mit einem Minus von sieben Prozent. Die auf dem Parkett
herumgereichten Flüsterschätzungen lagen bereits unter den Prognosen der
Analysten und wurden nach Handelsende vom Unternehmen nochmals
unterboten. Hinzu kam noch eine Herabstufung, die zusätzliche Verkaufsneigung
verursachte. Ein ebenfalls negativer Analystenkommentar belastete auch den
Aktienkurs der Bank of America (WKN: 858388). In diesem Kommentar wurden
eine Dividendenkürzung, sowie eine notwendige Kapitalerhöhung in Aussicht
gestellt. Die Aktie verbilligte sich um zwölf Prozent. Im Finanzsektor wurde
außerdem über eine Zusammenarbeit im Bereich Wertpapierhandel bei Citigroup
(WKN: 871904) und Morgan Stanley (WKN: 885836) spekuliert.
Am Dienstag hielt der Verkaufsdruck bei Alcoa an. Nachdem einige Anleger auf
dem falschen Fuß erwischt wurden, rutsche der Aktienkurs um weitere fünf
Prozent ab. Im Laufe der Handelssitzung drehten die Finanzwerte ins positive
Terrain. Allen voran stieg Citigroup um fünf Prozent und konnte auch dazu
beitragen, dass der Dow Jones die anfänglichen Verluste nahezu wieder aufholen
konnte. Die Hoffnung auf Neuerungen durch den zukünftigen US-Präsidenten
konnte dem amerikanischen Markt ebenfalls helfen.
Zur Wochenmitte zog ein schweres Gewitter an der Wall Street auf. Die Indizes
verloren zwischen drei und vier Prozent. Im Rampenlicht des Geschehens standen
vor allem die Finanztitel. Diese waren schon im Vorfeld unter Druck, nach dem
die Deutsche Bank überraschend schlechte Quartalszahlen vorgelegt hatte. Das
Schlusslicht im Dow Jones war die Aktie von Citigroup mit einem Tagesverlust
von über 23 Prozent. Da half die Meldung nicht, dass man die Zahlen für das
vierte Quartal und für das Gesamtjahr bereits am Freitag veröffentlichen werde.
Beim nordamerikanischen Telekomausrüster Nortel Networks (WKN: A0LENQ)
scheinen bald die Lichter auszugehen. Da man sich wohl kurz vor der Pleite
Kontakt: Cornelia Frey, boerse-stuttgart AG, Telefon: 0711 – 222 985 - 518, E-Mail:
cornelia.frey@boerse-stuttgart.de
befindet, hat man Gläubigerschutz beantragt. Die Aktie war am Mittwoch in den
USA von Handel ausgesetzt. In Toronto wurde die Aktie nach einer
Handelsunterbrechung wieder gehandelt. Am Donnerstagabend notierte die
Aktie in Stuttgart bei 0,08 Euro.
Auch diese Woche gibt es aus Japan keine positiven Nachrichten. Der Nikkei225
verliert knapp zehn Prozent und schließt bei 8.023 Punkten und hält somit
nur knapp die 8.000-Punkte-Marke. Der Markt wurde in seiner ganzen
Bandbreite verkauft, so dass man schon von einer regelrechten Flucht aus Aktien
sprechen kann. Die Gründe für die schlechte Marktstimmung haben sich nicht
geändert und liegen noch immer in der Unsicherheit über die Dauer und Ausmaß
der weltweiten Rezession. Hoffung auf eine Änderung dieses desaströsen
Marktumfeldes besteht nach Ansicht von Marktexperten momentan leider nicht,
und somit sind die Aussichten auf eine längerfristige Kurserholung eher trübe.
Gerüchte um eine Komplettübernahme durch den belgischen Staat beflügelten
die Aktie des belgisch-niederländischen Finanzkonzerns Fortis (WKN: 982570).
Die Fortis Aktie gewann bis Mittwoch um über 40 Prozent auf 1,68 Euro, musste
dann aber aufgrund der Marktschwäche gewonnenes Terrain wieder abgeben
und notiert aktuell bei 1,40 Euro. Die Hauptversammlung des Finanzkonzerns soll
im Februar Klarheit über die Zukunft des Unternehmens bringen. Ein belgisches
Gericht hatte im Dezember den Fortis-Aktionären das letzte Wort über die
Aufspaltung des Konzerns eingeräumt und seither ist die Übernahme durch die
BNP Paribas wieder fraglich.
NEU: 4-X goes Video! Ab sofort finden Sie auf unserer Internetseite
www.boerse-stuttgart.de ein wöchentlich aktualisiertes Interview mit einem
Experten der Baader Bank zum Thema Auslandsaktien. Einfach oben rechts auf
das 4-X-Auslandssegment klicken und dann zum Interview gehen. Viel Spaß
dabei!
Zu guter Letzt veröffentlichen wir die TOP10 der meistgehandelten
Auslandsaktien der Börse Stuttgart:
TOP 10 Meistgehandelte Auslandsaktien Börse Stuttgart*
Auslandsaktie WKN
1. Washington Mutual 893 906
2. Qimonda ADR A0K EAT
3. Lehman Brothers 891 041
4. Gazprom ADR 903 276
5. Fortis 982 570
6. Satyam Computer ADR 675 236
7. Delphi Corp. 918 726
8. General Motors 850 000
9. Citigroup 871 904
10. UniCredito 850 832
*gemessen an der Anzahl der Preisfeststellungen im Zeitraum 08.01.2009-14.01.2009  << zurück zur Übersicht