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DAX schwach - Unsicherheit vor US-Konjunkturpaket
Unsicherheit vor der ersehnten Verabschiedung des US-Konjunkturpakets hat die Stimmung am deutschen Aktienmarkt am Dienstag belastet.

Frankfurt/Main (dpa) - Nach fünf Handelstagen mit Kursgewinnen in Folge fiel der Leitindex DAX bis zum Nachmittag um 1,09 Prozent auf 4616 Punkte. Der MDAX verlor 1,44 Prozent auf 5394 Zähler. Der TecDAX gab um 0,51 Prozent auf 507 Punkte nach. Am Markt sei spekuliert worden, dass sich die Abstimmung über das amerikanische Konjunkturpaket, die für diesen Abend im Senat erwartet wurde, um einen weiteren Tag verschieben könnte, sagte ein Aktienhändler. "Das hat die Anleger verunsichert und nun warten alle auf das weitere Vorgehen in Amerika."

Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank sagte: "Der Boden für eine nachhaltige Erholung an den Aktienmärkten ist noch nicht bereitet und das Vertrauen noch zu brüchig." Das habe auch der wirtschaftliche Einbruch in der deutschen Paradebranche Maschinenbau gezeigt. "Der berührt die zyklische deutsche Volksseele an ihrem empfindlichsten Punkt. MAN und Co. zeigen dies heute deutlich."

Der Verband Deutscher Maschinen-und Anlagenbau (VDMA) hatte am Vormittag angesichts massiver Einbrüche bei den Auftragseingängen seine Prognose für 2009 gekippt. Die Wirtschaftsflaute schlug bei dem erfolgsverwöhnten deutschen Maschinen- und Anlagenbau voll durch. Gegen Ende des Jahres 2008 brachen die Bestellungen massiv ein. Die Branche rechnet nun mit einem Rückgang der Produktion um 7 Prozent, nachdem bislang ein stabiler Verlauf erwartet worden war. Die Aktien von MAN gaben um 3,33 Prozent auf 38,00 Euro nach.

Auch die Vorlage von Bilanzen brachte die Kurse in Bewegung. E.ON gewannen nach überraschend vorgelegten Zahlen zuletzt 0,92 Prozent auf 25,25 Euro - zunächst hatten sie rund ein Prozent verloren. BASF kamen infolge enttäuschender Ciba-Zahlen unter Druck und verloren 2,66 Prozent auf 25,59 Euro. Der Handelskonzern Douglas bekam die zunehmende Kaufzurückhaltung der Verbraucher im ersten Geschäftsquartal zu spüren. Vor allem im Ausland lief das Geschäft mit Kosmetika und Parfüm weniger rund - die Aktien verloren fast drei Prozent.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,05 (Vortag: 3,08) Prozent. Der Rentenindex REX stieg dagegen um 0,05 Prozent auf 120,77 Punkte. Der Bund Future gewann 0,40 Prozent auf 122,21 Punkte. Der Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2967 (1,3008) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7712 (0,7688) Euro.
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