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US-Börsen auf Höhenflug zur Präsidentenwahl - kräftige Gewinne


New York (dpa) - Unter dem Eindruck der US-Präsidentenwahl haben die amerikanischen Börsen am Dienstag einen Höhenflug erlebt. Die kräftigen Gewinne zogen sich durch fast alle Branchen. Die Aktienmärkte zeigten sich erleichtert, dass die Unsicherheit nach einem langen Wahlkampf nun ein Ende finde, sagte ein Händler auf dem Parkett New York.

Der Dow-Jones-Index kletterte um 3,28 Prozent auf 9625,28 Punkte. Der S&P-500-Index gewann um 4,08 Prozent auf 1005,75 Punkte. Der NASDAQ-Index stieg um 3,12 Prozent auf 1780,12 Punkte.

Die Aktienmärkte zeigten sich nach den vergangenen Turbulenzen im Handelsverlauf stabil und bauten ihr Plus bis zur Schlussglocke immer mehr aus. Einige Händler spekulierten bereits über eine Trendwende.

Selbst enttäuschende Konjunkturdaten konnten der zuversichtlichen Stimmung an den Börsen wenig anhaben. Der Auftragseingang der US-Industrie sank im September weit stärker als erwartet.

Der Ölpreis legte so kräftig zu wie lange nicht. Gründe waren laut Händlern der wieder schwächere Dollar und Spekulationen um bereits in Aussicht gestellten Förderkürzungen der OPEC. Ein Barrel (159 Liter) kostete zum Schluss des Parketthandels 70,53 Dollar. Dies waren 6,62 Dollar mehr als am Vortag. Ölkonzerne wie Exxon Mobil (plus 4,3 Prozent) und Chevron (plus 6,1 Prozent) profitierten deutlich.

Der weltweit zweitgrößte Kreditkartenkonzern Mastercard (plus 18 Prozent) rutschte nach einer Vergleichszahlung an Konkurrent Discover zwar in die Verlustzone. Ohne den Sondereffekt übertrumpfte der Anbieter aber zur Freude der Anleger die Schätzungen der Analysten.

Nach massiven Bedenken der Wettbewerbshüter haben die Internet-Konzerne Google (plus 5,9 Prozent) und Yahoo! (plus 4,7 Prozent) einem Zeitungsbericht zufolge für ihre geplante Werbe-Partnerschaft einen Kompromissvorschlag vorgelegt.

Der Flugzeugbauer Boeing (plus 1,5 Prozent) muss den bereits mehrfach verzögerten Erstflug seines neuen Hoffnungsträgers 787 "Dreamliner" erneut verschieben. Dem Rivalen des europäischen Airbus-Konzerns drohen nun milliardenschwere Umsatzausfälle und Strafzahlungen.

Die Rentenmärkte zeigten sich mit den Aktienkursen in seltenem Einklang und legten deutlich zu. Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen verteuerten sich um fast 1,5 Punkte. Die Rendite fiel auf 3,730 Prozent. Der Euro stieg kräftig auf 1,2995 Dollar nach 1,2642 Dollar am Vortag.
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