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Obama-Euphorie an Aktienmärkten blieb aus


Frankfurt/Tokio (APA/AP/dpa) - Die erhoffte Obama-Euphorie ist an den europäischen Aktienmärkten ausgeblieben. Auf den klaren Wahlsieg der Demokraten folgten zum Teil kräftige Kursverluste. Der Deutsche Aktienindex DAX verlor zwischenzeitlich mehr als 2 Prozent, gegen 15.00 Uhr war es noch 1 Prozent. "Für eine schnelle Trendumkehr wird Obama ganz gewiss nicht sorgen", sagte Börsen-Beobachter Klaus Schrüfer von der SEB Bank.

Der britische FTSE-100-Index und der französische CAC-40 waren am Nachmittag 2,6 beziehungsweise 2,7 Prozent im roten Bereich. Vorbörslich war auch die Wall Street im Minus: Der Dow Jones Index verlor 1,3 und der Standard Poor's 1,5 Prozent. Dem war am Mittwoch die beste Wahltags-Rallye seit 1984 vorausgegangen, während der der Dow Jones 3,3 Prozent zugelegt hatte.

In Fernost hatten die Börsen am Mittwoch dagegen kräftig zugelegt: Der japanische Nikkei-Index gewann bis Handelsschluss 4,5 Prozent auf 9.521 Punkte hinzu. Der Hang-Seng in Hongkong schoss 3,2 Prozent in die Höhe. Investoren in Asien hoffen, dass Obama als US-Präsident die enormen wirtschaftspolitischen Probleme der USA in Angriff nehmen wird. "Obamas Sieg ist ein Vorwand für die Marktrallye," sagte Frank Gong von JP Morgan Securities in Hongkong. Der Wahlausgang sorge kurzfristig für Vertrauen.

Der Aktienmarkt Wien hat sich Mittwoch Nachmittag bei moderatem Volumen mit sehr schwacher Tendenz gezeigt. Alle Schwergewichte notierten schwächer und brachten dementsprechend Druck auf den ATX. Die größten Verluste für den Leitindex lieferte der Kursabschlag der OMV. Europaweit standen die Ölaktien unter Druck. Der ATX fiel gegenüber Dienstag um 4,45 Prozent auf 2.111,70 Einheiten.

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