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Nach Wahl: US-Börsen mit heftigen Verlusten zurück im Krisen-Alltag


New York (dpa) - Katerstimmung nach den Wahlpartys: Die US-Börsen haben am Tag nach der US-Präsidentenwahl massive Verluste verbucht. Angesichts schlechter Konjunkturdaten büßten die Märkte am Mittwoch weit mehr ein, als sie bei ihrem Höhenflug am Vortag gewonnen hatten. "Nun ist wieder der Alltag mit Finanzkrise und Rezession eingekehrt", sagte ein Händler auf dem New Yorker Parkett. Finanzwerte führten die Talfahrt an.

Der Dow-Jones-Index fiel um fast 490 Punkte oder 5,05 Prozent auf 9139,27 Punkte. Der S&P-500-Index stürzte um 5,27 Prozent nach unten auf 952,77 Punkte. Der NASDAQ-Index verlor um 5,53 Prozent auf 1681,64 Punkte.

Der erwartete Wahlsieg des Demokraten Barack Obama sei schon in den Kursen eingepreist gewesen, so Händler. Der Dow-Jones-Index hatte am Dienstag über 300 Punkte oder fast 3,3 Prozent gewonnen - mehr als an jedem anderen Wahltag der vergangenen knapp 25 Jahre. Nun habe es Gewinnmitnahmen gegeben, hieß es an der Wall Street.

Die Stimmung der Einkaufsmanager im US-Dienstleistungssektor trübte sich zuletzt stärker ein als befürchtet. Die Beschäftigung im Privatsektor sank zudem weiter. Rohöl verbilligte sich angesichts der schwachen Konjunkturaussichten am Mittwoch deutlich.

Nach massiven Bedenken der Wettbewerbshüter hat der Internet-Konzern Google (minus 6,7 Prozent) die Werbe-Partnerschaft mit dem Rivalen Yahoo! platzen lassen. Yahoo! (plus 4,3 Prozent) entgehen damit dringend benötigte neue Millionenumsätze. Dafür kamen umgehend Spekulationen auf, Microsoft (minus 6,2 Prozent) könne nun einen neuen Anlauf zur Übernahme von Yahoo! starten.

Der Medienkonzern Time Warner (minus 6,3 Prozent) kürzte wegen der Schwäche im Verlagsgeschäft seine Prognosen für das Gesamtjahr.

Der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller Dell (minus 1,2 Prozent) greift bei seinem Konzernumbau nochmals massiv zum Rotstift.

Der größte US-Anleiheversicherer MBIA (minus 22 Prozent) erlitt im dritten Quartal einen massiven Verlust. Branchenkollege AMBAC (minus 41 Prozent) brach ebenfalls ein.

Die Rentenmärkte tendierten fester. Die richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen legten um gut einen viertel Punkt zu. Die Rendite fiel auf 3,677 Prozent. Der Euro verbilligte sich spürbar auf 1,2909 Dollar nach 1,3001 Dollar am Vortag.
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