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Nach Wahl: US-Börsen erleiden den zweiten Tag in Folge hohe Verluste


New York (dpa) - Tiefschwarze Wolken am Konjunkturhimmel haben den US-Börsen am Donnerstag erneut schwere Verluste beschert. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) dürften die Industriestaaten im kommenden Jahr erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg in eine Rezession stürzen. Entsprechend düstere Aussichten wichtiger US-Unternehmen belasteten die Wall Street zusätzlich.

Die US-Aktienmärkte waren damit den zweiten Tag in Folge auf steiler Talfahrt. Seit der Präsidentenwahl am Dienstag verlor der weltweit bekannteste Leitindex Dow Jones mehr als 900 Punkte - ein Minus von rund zehn Prozent.

Allein am Donnerstag büßte der Dow-Jones-Index 4,85 Prozent ein auf 8695,79 Punkte. Der S&P-500-Index fiel um 5,03 Prozent auf 904,88 Punkte. Der NASDAQ-Index verlor um 4,34 Prozent auf 1608,70 Punkte.

Die Wirtschaftsleistung wird in den Industrienationen laut IWF 2009 um 0,3 Prozent sinken, in den USA sogar um 0,7 Prozent. Mit großer Sorge erwarteten die Investoren auch die Veröffentlichung neuer US-Arbeitsmarktdaten an diesem Freitag. Die Ölpreise gaben angesichts der trüben Prognosen erneut stark nach.

Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco (minus 2,6 Prozent) befürchtet wegen der Konjunktur-Talfahrt einen Umsatzeinbruch. Die von Medienmogul Rupert Murdoch kontrollierte News Corp. (minus 16,3 Prozent) warnte vor einem mehr als zehn Prozent niedrigeren operativen Gewinn.

Die notleidenden US-Autobauer General Motors (minus 14 Prozent) und Ford (minus 5,3 Prozent) forderten am Donnerstag in Washington Berichten zufolge weitere milliardenschwere Staatshilfen. Experten befürchten zur Vorlage neuer Quartalszahlen der beiden Konzerne an diesem Freitag neue Milliardenverluste.

Die meisten US-Einzelhändler enttäuschten mit ihren Umsätzen im Oktober und lassen ein schwaches Weihnachtsgeschäft erwarten. Als einer der wenigen setzte sich Branchenprimus Wal-Mart (minus 1,2 Prozent) positiv vom Trend ab.

Der Chef des Internet-Konzerns Yahoo! (plus 0,3 Prozent), Jerry Yang, heizte mit Äußerungen zu einer womöglich doch noch möglichen Übernahme durch Microsoft (minus 5,4 Prozent) neue Spekulationen an.

Die Rentenmärkte zeigten sich fast unverändert. Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten mit 3,704 Prozent. Der Euro fiel nach der Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) deutlich um zwei US-Cent auf 1,2718 Dollar.
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