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Marktbericht der Börse Stuttgart KW 45, 03.11. bis 07.11.2008 Auslandsaktien


Präsidentschaftswahlen in den USA im Fokus – Börsen weltweit mit
rückläufigen Notierungen
Das Anlegergeschehen wurde diese Woche in den USA durch die
Präsidentschaftswahl beeinflusst. Die Kursgewinne, die am Dienstag vor der
Wahl zu verzeichnen waren, wurden am Mittwoch wieder vollständig
abgegeben. Der Dow Jones konnte im Vergleich von Freitag bis Mittwoch noch
ein hauchdünnes Plus retten.
Die Woche begann mit einer uneinheitlichen Tendenz. Die Konjunkturdaten
konnten die Anleger nicht überzeugen. Auffällig waren jedoch die
Versicherungswerte, wie American International Group (WKN: 859520) und
Hartford Financial Services Group (WKN: 898521). Nach dem Hartfort bestätigt
hatte, über eine solide Kapitalbasis zu verfügen, schoss die Aktie um über 57
Prozent in die Höhe und zog dabei die Aktie von AIG um zwölf Prozent mit nach
oben. Die Automobilwerte verloren ca. zwei Prozent nach dem die Absatzzahlen
des letzten Monats veröffentlicht wurden.
Am Wahltag konnten selbst negative Konjunkturdaten die positive Stimmung
nicht eintrüben. Die hohe Wahlbeteiligung nährte die Hoffnung auf einen
bevorstehenden Regierungswechsel. Mit dem deutlichen Anstieg von über drei
Prozent in Dow Jones sahen einige Marktteilnehmer jedoch den Wahlsieg von
Obama bereits mehr als eingepreist. Einen Kurssprung von über 18 Prozent
machten die Aktien von Mastercard (WKN: A0F602), die mit den gemeldeten
Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten deutlich schlagen konnten.
Am Tag nach der Wahl herrschte eine Art von Katerstimmung auf dem
amerikanischen Markt. Der Wahlsieg von Obama war erwartet worden, so dass
sich die Anleger nach dem Eintritt des Ereignisses nun von ihren Beständen
trennten. Auf der Tagesordnung standen nun wieder die Finanzkrise und die
Rezession. Am Ende stand ein Minus von fünf Prozent beim Dow Jones Index.
Verluste im zweistelligen Bereich mussten die Finanzwerte, wie Citigroup (WKN:
871904) oder Bank of America (WKN: 858388), hinnehmen. Die Ölwerte und
Kontakt: Cornelia Frey, boerse-stuttgart AG, Telefon: 0711 – 222 985 - 518, E-Mail:
cornelia.frey@boerse-stuttgart.de
auch die Pharmawerte rückten in den Mittelpunkt des Geschehens, zumal die
Pläne Obamas zur Gesundheitsreform die Gewinne der besagten Branchen
schmälern könnten. So verlor ExxonMobil (WKN: 852549) fünf Prozent und
Pfizer (WKN: 852549) gab um sechs Prozent nach.
Zwar verliert der Nikkei225 im Wochenverlauf nur 130 Punkte und schließt bei
8899 Zählern, aber Tagesschwankungen von bis zu acht Prozent zeigen wie
nervös der Aktienmarkt in Japan immer noch ist. Schlechte Nachrichten kamen
aus der Automobilbranche. Toyota Motor Corp. (WKN:
853510) verkündete wegen der weltweit nachlassenden Nachfrage, das der
Gewinn im laufenden Geschäftsjahr um gut 56 Prozent einbrechen wird. Auch
der sehr feste Yen macht dem zweitgrößten Automobilhersteller der Welt zu
schaffen. Die Aktie verlor am Donnerstag in Tokyo über zehn Prozent an Wert.
Vor allem die großen Exportwerte wie Canon Corp. (WKN: 853055) oder Sony
Corp. (WKN: 853687) kamen am Donnerstag unter die Räder. Sony verlor über
zehn Prozent und der Fall von Canon wurde nur durch die Limit-Down-Regel
gestoppt.
Der belgische Braukonzern InBev (WKN: 590932) hat seinen Gewinn im dritten
Quartal trotz höherer Kosten überraschend kräftig gesteigert. Der Umsatz stieg
um 7,7 Prozent und der Gewinn konnte um vier Prozent zulegen. Die Aktie des
zweitgrößten Braukonzerns nach SABMiller (WKN: 861038) profitierte am
Donnerstag und stieg um über fünf Prozent auf 30,75 Euro. Beim Ausblick für
2009 erwartet das Unternehmen ein ähnlich moderates Wachstum. Der Kauf des
amerikanischen Budweiser-Herstellers Anheuser-Busch verlaufe nach Plan und
soll bis Jahresende abgeschlossen sein. Somit wäre InBev die weltweite Nummer
Eins.
Die österreichische OMV (WKN: 874341) hat im dritten Quartal 2008 ein
Betriebsergebnis nach EBIT von 723 Millionen Euro erzielt. Dies ist eine
Steigerung um über 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt auch über dem
Ergebnis, das Analysten mit 697 Millionen Euro erwartet haben. Jedoch aufgrund
eines Einmaleffektes, sowie Abschreibungen, ging der Gesamtgewinn von 517
Millionen Euro auf 453 Millionen Euro zurück. Die Gesellschaft geht davon aus,
dass die Abschwächung der Weltwirtschaft keine signifikanten negativen
Auswirkungen haben wird. Die Aktie reagierte in einem sehr schwachen
Gesamtmarkt mit einem Verlust von knapp über einem Prozent und tendiert bei
25,15 Euro.
Die österreichische Raiffeisen International Bank-Holding AG (WKN: A0D9SU)
steigerte im dritten Quartal ihren Konzern-Periodenüberschuss um 38 Prozent
auf insgesamt 861 Millionen Euro. Trotz der weltweiten Finanzkrise blieb das
Ergebnis auf Rekordniveau. Die Gesellschaft hat den Gewinnausblick für das Jahr
2008 auf 950 Millionen Euro angepasst. Auch die Raiffeisen International Bank-
Holding AG konnte sich dem sehr schwachen Gesamtmarkt nicht entziehen und
verlor ca. acht Prozent und liegt im Moment bei 26,10 Euro.  << zurück zur Übersicht