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Börse-Chefs: An Börsegang führt kein Weg vorbei

Wien (APA) - Wegen der Finanzkrise ist die IPO-Maschinerie lange Zeit stillgestanden. Doch die Vorstände der Wiener Börse AG, Michael Buhl und Heinrich Schaller, sind überzeugt, dass auch in Zukunft kein Expansions-Weg an Börsegängen vorbeiführen kann. 2011 hält Schaller ein bis zwei IPO für möglich. Der Wiener Leitindex ATX wird am 2. Jänner 20 Jahre alt, seit Gründung stieg er jährlich um 9,5 Prozent.

Für 2011 habe sich die Börse zum Ziel gesetzt, die Aufmerksamkeit heimischer Unternehmen auf Eigenkapitalfinanzierung zu lenken. Denn hier liege Österreich im europäischen Vergleich im letzten Drittel, erklärte die Wiener Börse AG am Montag. Bei IPO-fähigen Unternehmen herrsche "nach wie vor große Unsicherheit", erklärte Schaller. Das betreffe aber nicht nur den Finanzplatz Österreich, sondern Börsen in ganz Europa.

Der letzte Börsegang in Wien liegt mittlerweile schon mehr als drei Jahre zurück: Im Oktober 2007 wagte der Bauriese Strabag den Sprung an die Börse. Im selben Jahr feierten auch noch Kapsch TrafficCom, Tealk Holz und Phion sowie die beiden Meinl-Ableger Meinl Airport International (MAI) und Meinl International Power (MIP) ihr Debüt.

In der IPO-Pipeline gab es auch die Energie AG OÖ (EAG), Saubermacher oder Breitenfeld, erinnert das "WirtschaftsBlatt" am Montag. Im November 2007 hatte auch Frequentis den geplanten Börsegang verschoben. Wenn das Marktumfeld 2011 so bleibt, "rechne ich im ganzen Jahr mit ein bis zwei Börsegängen", sagte Schaller der Zeitung.

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