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Deutsche Aktien schließen mit teilweise hohen Verlusten


Frankfurt/Main (dpa) - Belastet von anhaltenden Konjunktursorgen ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag mit zum Teil deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Der DAX sackte um 5,25 Prozent auf 4761,58 Zähler ab und büßte damit seine Vortagesgewinne wieder komplett ein. Für den MDAX mittelgroßer Werte ging es um 4,13 Prozent auf 5498,42 Punkte nach unten. Der TecDAX fiel um 3,17 Prozent auf 521,58 Zähler.

Vor diesem Hintergrund zählten Automobilaktien zu den größten Verlierern. Titel von Daimler etwa fielen um 8,44 Prozent auf 23,66 Euro, und die Aktien des Zulieferers Continental verbilligten sich um 9,26 Prozent auf genau 29,00 Euro.

Auch Titel von Finanzkonzernen wurden von den Anlegern einmal mehr gemieden. So gaben die Aktien der Allianz nach skeptischen Analystenkommentaren 8,14 Prozent auf 59,89 Euro nach. Titel der Deutschen Börse sanken um 10,16 Prozent auf 58,52 Euro. Einige Marktteilnehmer spekulierten auf zunehmenden Druck auf die Großaktionäre TCI und Atticus, nachdem Mittelabflüsse und Verluste in anderen Engagements die Hedge-Fonds in Handlungsnot bringen könnten. Aktien der Postbank fielen um 7,95 Prozent auf 15,39 Euro. Händler verwiesen auf den am späten Vorabend veröffentlichten Quartalsbericht, in dem für das Gesamtjahr 2008 der erste Verlust seit Jahren nicht mehr ausgeschlossen wird. Im Sog der negativen Nachrichten fielen Deutsche-Bank-Papiere um 10,07 Prozent auf 27,20 Euro.

Mit Blick auf Einzelwerte standen Unternehmen mit Quartalsberichten im Fokus. Dabei hielten sich die Papiere von RWE mit einem Minus von 1,90 Prozent auf 67,20 Euro noch besser als der Gesamtmarkt. Der Energieversorger verzeichnete in den ersten neun Monaten auf operativer Ebene ein unerwartet hohes Ergebnisplus.

Tognum-Titel verloren im MDAX ebenfalls unterdurchschnittliche 1,79 Prozent auf 8,77 Euro. Analyst Dirk Nettling von der Commerzbank sah die Quartalszahlen "über den Erwartungen". Aktien von Pfleiderer legten um 0,32 Prozent auf 6,22 Euro zu. Der Möbel- und Bauzulieferer hat im dritten Quartal trotz der konjunkturellen Flaute überraschend mehr verdient als ein Jahr zuvor, ist aber wegen der Konjunktureintrübung deutlich vorsichtiger für das restliche Gesamtjahr. Titel der Aareal Bank stürzten indes um 17,03 Prozent auf 6,14 Euro in die Tiefe. Die Bank nahm trotz der solide eingestuften Zahlen im dritten Quartal ihre Prognose für das Gesamtjahr zurück.

Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 fiel um 5,42 Prozent auf 2483,61 Punkte. Auch die Börsen in London und Paris verbuchten Verluste. Die US-Börsen präsentieren sich zum Handelsschluss in Europa ebenfalls im Minus.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,52 (Vortag: 3,55) Prozent. Der Rentenindex REX stieg um 0,59 Prozent auf 119,81 Punkte. Der Bund Future legte 0,20 Prozent auf 118,00 Zähler zu. Der Eurokurs sank weiter. Am frühen Abend kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,2550 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag noch auf 1,2747 (1,2891) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7845 (0,7757) Euro.
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