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US-Börsen mit erneut schweren Verlusten - Tiefschwarze Aussichten


New York (dpa) - Nach neuen Alarmsignalen eines breiten Einbruchs der US-Wirtschaft haben die amerikanischen Börsen den dritten Tag in Folge schwere Einbußen erlitten. US-Einzelhändler warnten am Mittwoch vor Umsatzeinbrüchen und teils sogar Verlusten. Die US-Regierung kündigte angesichts einer massiv ansteigenden Welle von faulen Verbraucherkrediten zusätzliche Stützungsmaßnahmen an.

Der Dow-Jones-Index verlor mehr als 400 Punkte. Er schloss 4,73 Prozent tiefer bei 8282,66 Punkten. Der S&P-500-Index brach um 5,19 Prozent auf 852,30 Punkte ein. Der NASDAQ-Index fiel um 5,17 Prozent auf 1499,21 Punkte und damit erstmals seit 2003 unter 1500 Zähler.

Geschockt reagierten die Anleger auf die Warnung des größten US- Elektronikhändlers Best Buy (minus 8,0 Prozent) vor "seismischen" Umsatzeinbrüchen. Erst am Montag hatte die Nummer zwei Circuit City Insolvenz angemeldet, um sich unter Gläubigerschutz zu sanieren.

Die Kaufhauskette Macy's (minus 11 Prozent) lieferte nach einem Verlust im vergangenen Quartal auch für 2009 tiefschwarze Aussichten. Der US-Einzelhandel befürchtet das schlechteste Weihnachtsgeschäft seit Jahrzehnten.

Der Kreditkartenkonzern American Express (minus 10 Prozent) braucht wegen der steigenden Zahlungsausfälle laut US-Medien staatliche Milliardenhilfen. Die Finanzbranche belastete zudem die Ankündigung des US-Finanzministeriums, doch keine faulen Hypotheken- Papiere aufzukaufen und eher den Verbraucherkreditmarkt zu stützen.

Aktien des Internet-Konzerns Google (minus 6,6 Prozent) fielen erstmals seit drei Jahren unter die Marke von 300 Dollar. Belastend waren Sorgen vor womöglich sinkenden Werbeumsätzen. Überdies könnte Rivale Microsoft (minus 4,3 Prozent) Google als Premium-Partner beim größten US-Mobilfunkanbieter Verizon ausstechen.

Zu den wenigen Gewinnern zählten nach zuletzt massiven Verlusten ausgerechnet die notleidenden Autobauer General Motors (plus 5,5 Prozent) und Ford (plus 2,2 Prozent). Im US-Kongress zeichnen sich mögliche staatliche Milliardenspritzen für die Hersteller ab, die gegen die drohende Pleite ankämpfen.

Der Ölpreis sank wegen der immer schlechteren Konjunkturaussichten erneut deutlich. Ölkonzerne wie Exxon Mobil (minus 5,1 Prozent) und Chevron (minus 8,5 Prozent) gehörten zu den großen Verlierern.

Die Rentenmärkte verbuchten deutliche Gewinne. Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen kletterten um 0,75 Punkte. Die Rendite fiel auf 3,662 Prozent. Der Euro fiel weiter auf 1,2477 Dollar nach 1,2528 Dollar am Vortag.
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