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US-Börsen mit Endspurt ins Plus - PC-Riese HP sorgt für Lichtblick


New York (dpa) - Trotz schwacher Konjunkturdaten und der dramatischen Krise der US-Autobauer haben die US-Börsen am Dienstag im Plus geschlossen. Die Aktienmärkte erlebten eine Berg- und Talfahrt. In einem rasanten Endspurt retteten sich viele Werte erst in der letzten halben Handelsstunde in die Gewinnzone.

Der Dow-Jones-Index gewann um 1,83 Prozent auf 8424,75 Punkte. Der S&P-500-Index stieg um 0,98 Prozent auf 859,12 Punkte. Der NASDAQ- Index zeigte sich fast unverändert mit einem Plus von 0,08 Prozent auf 1483,27 Punkte.

Die Stimmung der US-Hausbauer hat sich im November stärker als erwartet auf ein neues Rekordtief eingetrübt. Die US-Erzeugerpreise sanken zuletzt mehr als vorhergesagt um 2,8 Prozent.

Für einen Lichtblick sorgte der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett- Packard (HP) mit überraschend vorgelegten vorläufigen Quartalszahlen. Die HP-Aktie (plus 14,5 Prozent) setzte sich einsam an die Spitze des Dow Jones. HP verdiente zuletzt mehr als erwartet von Experten und rechnet auch weiter mit höheren Gewinnen als geschätzt.

Die weltgrößte Baumarktkette Home Depot (plus 3,6 Prozent) leidet zwar mit Gewinneinbrüchen weiter schwer unter der US-Immobilienkrise. Die Zahlen für das vergangene Quartal lagen aber immer noch über den Befürchtungen des Marktes.

Der Unterhaltungsriese Walt Disney (plus 4,7 Prozent) konnte sich am 80. Geburtstag von Micky Maus über ein sattes Kursplus freuen.

Beim kriselnden Internet-Konzern Yahoo! (plus 8,7 Prozent) heizte der angekündigte Rücktritt von Chef Jerry Yang Übernahmefantasien neu an. Spekuliert wird über einen nun doch noch möglichen Kauf durch Microsoft (plus 2,2 Prozent), der im Sommer gescheitert war. Microsoft wollte mit Yahoo! die Dominanz von Google (minus 0,9 Prozent) bei Suchanzeigen brechen.

Die Konzernchefs der drei notleidenden US-Autobauer General Motors (minus 2,8 Prozent), Ford (minus 2,3 Prozent) und der nicht börsennotierten Chrysler-Gruppe forderten vor dem US-Kongress weitere Milliardenhilfen - sonst drohe den USA eine ökonomische Katastrophe. Besonders die Opel-Mutter GM sieht sich ohne Unterstützung in den nächsten Monaten oder gar Wochen in die Pleite fahren.

Die Rentenmärkte lagen deutlich im Plus. Die richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen verteuerten sich um fast einen vollen Punkt. Die Rendite fiel auf 3,553 Prozent. Der Euro notierte leicht schwächer bei 1,2630 Dollar nach 1,2650 Dollar am Vortag. dpa fd/ag xx z2 bi
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