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Marktbericht der Börse Stuttgart KW 47, 17.11. bis 21.11.2008


Talfahrt an den Börsen beschleunigt sich weltweit – Dow Jones unter 8.000 Punkten

In dieser Woche mussten die amerikanischen Aktien wieder kräftig Federn lassen. Dabei standen die Sorgenkinder der vergangenen Wochen wieder im Rampenlicht. Die Automobilwerte litten darunter, dass das Rettungspaket der Regierung in Höhe von 25 Milliarden Dollar zu scheitern droht. Außerdem bereitet die Finanzbranche den Anlegern weiterhin Kopfschmerzen. So hat die Citigroup angekündigt, bis zu 53.000 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Jetzt wird vermutet, dass die Branchenkollegen diesem Schritt folgen werden.
Am Dienstag konnte sich der Markt gegen Handelsende deutlich erholen. Dies lag auch daran, dass Hewlett-Packard (WKN: 851301) mit der Veröffentlichung vorläufiger Zahlen positiv überraschen konnte. Die HP-Aktie kletterte um über 14 Prozent. Seit langer Zeit gehörten auch die Ölwerte zu den Gewinnern, die zwischen drei und vier Prozent zulegen konnten. Die Marktteilnehmer verhielten sich am Dienstag aber sehr nervös und wurden durch die Konjunkturdaten weiterhin verunsichert. Die Schwankungsbreite war deshalb sehr groß.
Der Dow Jones schloss aufgrund der Warnung der US-Notenbank Fed, dass die Wirtschaftskrise noch ein Jahr andauern könnte, am Mittwoch bei weniger als 8.000 Punkten. Selbst die Hoffnung auf eine US-Zinssenkung konnte keine Stabilisierung des erdrutschartigen Punkteverlusts herbeiführen. Zu den größten Verlierern gehörten auch am Mittwoch wieder die Finanzwerte und die Automobilwerte. General Motors (WKN: 850000) notiert nun auf einem 66-Jahres-Tief und Citigroup (WKN: 871904), nach dem größten Tagesverlust in der Unternehmensgeschichte, auf einem 13-Jahres-Tief. Die rote Laterne im NASDAQ 100 hatte am Mittwoch Yahoo (WKN: 900103) inne. Am Tag zuvor erklärte der CEO Yang seinen Rücktritt und verursachte damit einen Kursrutsch von über 20 Prozent.

Der japanische Markt verlor ebenfalls weiter an Boden und schloss am Donnerstag mit einem Wochenverlust von 535 Zählern bei 7.703 Punkten. Der Bankensektor, der sich in letzter Zeit relativ stabil zeigte, verlor in dieser Woche überproportional viel. Die Aktie der Mizuho Financial Group (WKN: 200455) notierte am Donnerstag gut 22 Prozent tiefer als eine Woche zuvor und Sumitomo Mitsui Financial (WKN: 778924) haben sich sogar um fast 25 Prozent verbilligt. Der Druck auf die Aktienkurse wird wohl nicht so schnell nachlassen. Denn nachdem jetzt auch Japan offiziell in die Rezession gerutscht ist, herrscht nun sogar Angst vor Deflation.

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine AG (WKN: 897200) hat sein Ergebnis im zweiten Quartal 2008/2009 erhöht und auch die Erwartungen übertroffen. Das Betriebsergebnis lag bei 427,8 Millionen Euro, was eine Steigerung um über 40 Prozent bedeutet. Die Gesellschaft hat auch ihren Ausblick für das Geschäftsjahr bestätigt. Die Manager gehen von einem Betriebsergebnis in Höhe 1,5 Milliarden Euro aus. Die Aktie reagierte zu Beginn überhaupt nicht, verlor später in einem nachgebenden Markt mehr als zwei Prozent an Wert und notiert aktuell bei 13,30 Euro.

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