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Dow Jones erholt sich zum Wochenende

New York(dpa) - Die Börsen in New York haben am Freitag nach einem erneut sehr schwankungsanfälligen Handel doch noch zu einer kräftigen Erholung angesetzt. "Der Markt ist nach den Verlusten der vorigen Tage einfach überverkauft und nun schlagen Anleger bei einigen besonders abgestraften Titeln zu", sagte Bucky Hellwig, Stratege von Morgan Asset Management. Allerdings sei weiterhin aufgrund der Turbulenzen im Finanzsektor, für die aktuell die Citigroup verantwortlich ist, eine deutliche Abneigung gegen Risiken zu spüren. Für bessere Stimmung hat Börsianern zufolge in der letzten Handelsstunde die Nominierung des ehemaligen New Yorker Notenbankchefs Timothy Geithner zum neuen US-Finanzminister gesorgt. Das hatte der Sender NBC berichtet.

Der Dow Jones gewann 6,54 Prozent auf 8046,42 Zähler und kletterte damit wieder über die psychologische Marke von 8000 Punkten. Im Wochenverlauf büßte der US-Leitindex allerdings rund fünf Prozent ein. Für den marktbreiten S&P-500-Index endete der Freitag mit Gewinnen von 6,32 Prozent auf 800,03 Zähler. An der NASDAQ stieg der Composite-Index um 5,18 Prozent auf 1384,35 Punkte. Der NASDAQ 100 legte um 4,73 Prozent auf 1085,57 Punkte zu.

Aktien der Citigroup büßten 19,96 Prozent auf 3,77 Dollar ein - im Wochenvergleich stürzten die Titel der Bank damit um rund 60 Prozent ab. Der Chef der Citigroup, Vikram Pandit, spielte Spekulationen um einen möglichen Teilverkauf herunter. Händlern zufolge soll das Geschäftsmodell nicht geändert und auch der Broker Smith Barney nicht verkauft werden. "Anleger haben in den vergangenen Monaten schon sehr oft diese Entwicklung beobachtet - und das Ende der Geschichte war meistens fürchterlich", kommentierte ein Händler. So verloren auch die Titel des Konkurrenten JPMorgan deutlich. Aktien der Bank of America kämpften sich noch knapp ins Plus.

Kräftige Gewinne konnten unterdessen Papiere von Alcoa verbuchen - die Titel des Aluminiumkonzerns kletterten an der Spitze im Dow Jones um 23,21 Prozent auf 8,44 Dollar. Händlern zufolge erholten sich die Rohstoffpreise und mit ihnen die entsprechenden Titel. Auch der Ölpreis stoppte seine Talfahrt vom Vortag, was Aktien von ExxonMobil ein Plus von 10,66 Prozent auf 75,81 Dollar einbrachte.

Dell konnten ihre Eröffnungsgewinne nicht halten und verloren 5,20 Prozent auf 9,30 Dollar. Der Computerhersteller hat mit einem Gewinn je Aktie im dritten Quartal von 0,37 Dollar die Markterwartungen von 0,31 Dollar übertroffen. Beim Umsatz blieb Dell allerdings hinter den Schätzungen zurück. Analysten äußerten sich dennoch positiv zu den Zahlen - sowohl Morgan Stanley als auch die Deutsche Bank hielten an ihrer Kaufempfehlung fest.

Unterdessen ging es für Wal-Mart um 4,46 Prozent auf 52,92 Dollar hoch. Der weltgrößte Einzelhändler bekommt eine neue Führung. Mike Duke folgt dem langjährigen Chef Lee Scott. Händler nahmen den Wechsel positiv auf. Es sei kein Zeichen dafür, dass Wal-Mart eine schlechte Weihnachtssaison erwartet.

Am Anleihenmarkt verloren richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen kräftig um 1 19/32 Punkte auf 104 21/32 Punkte. Sie rentierten damit mit 3,200 Prozent. Der Kurs des Euro hielt sich unterdessen in der Nähe von 1,26 Dollar - zuletzt wurden 1,2581 Dollar bezahlt.  << zurück zur Übersicht