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EUWAX 24. November 2008 – Trends am Vormittag

Nach der Aufwärtsbewegung der US-Börsen im späten Freitag-Handel und guten Vorgaben
aus Japan, konnte sich auch der deutsche Aktienmarkt wieder etwas erholen. Der NIKKEI-
225-Index schloss in Tokio bei 7.910 Punkten mit 2,7 Prozent im Plus.
Der DAX legte zunächst 3,5 Prozent auf 4.270 Zähler zu. Dabei ist der Ifo-
Geschäftsklimaindex im November auf 85,8 Punkte (von 90,2) gefallen. Experten hatten
nur mit einem Rückgang auf 88,7 Zähler gerechnet. Offensichtlich befürchteten die
Marktteilnehmer aber schlimmeres. So wurden die Daten eher mit einer gewissen
Erleichterung aufgenommen. An der EUWAX kam es zu Gewinnmitnahmen bei Call-
Optionsscheinen. Gleichzeitig spekulieren viele kurzfristig orientierte Anleger nun auf
fallende Kurse im weiteren Verlauf.
Ein milliardenschweres Rettungspaket für die Citigroup beflügelte am Vormittag vor allem
die Finanzwerte. Neben einer direkten Finanzspritze von 20 Milliarden US-Dollar,
übernimmt die US-Regierung Bürgschaften für riskante Kredite in Höhe von 300 Milliarden
US-Dollar. Der Aktienmarkt nimmt die Nachricht, dass die Citigroup gerettet wird, mit
großer Erleichterung zur Kenntnis.
Auch deutsche Bankenwerte legten deutlich zu. Die Commerzbank-Aktie stieg um sieben
Prozent auf 5,82 Euro. Die Deutsche Bank steigerte sich um 6,9 Prozent auf 20,09 Euro. Die
Deutsche Postbank lag am Vormittag bei 14,94 mit 3,6 Prozent im Plus und die Hypo Real
Estate notierte bei 2,46 Euro mit 14,4 Prozent im grünen Bereich. Die Derivateanleger
reagierten relativ gelassen. Die starke Nachfrage bei Calls auf die Deutsche Bank, mit einer
Laufzeit bis zum Dezember 2009, hielt aber weiter an.  << zurück zur Übersicht