logo
Home
Mein Depot
 Name, WKN, ISIN
LSR
24. November 2008 – Trends am Nachmittag
Nach der Aufwärtsbewegung der US-Börsen im späten Freitag-Handel und guten Vorgaben aus Japan, konnte sich auch der deutsche Aktienmarkt wieder etwas erholen. So schloss der NIKKEI-225-Index heute in Tokio bei 7.910 Punkten mit 2,7 Prozent im Plus.
Der Dow Jones ging am Freitag der Vorwoche in New York bei 8.046 Punkten mit mehr als sechs Prozent fester aus dem Handel. Als gegen 21 Uhr (MEZ) die Nachricht durchsickerte, dass der Chef der New Yorker Notenbank, Timothy Geithner, unter dem neuen US-Präsidenten Barack Obama den Posten des US-Finanzministers übernehmen werde, explodierten förmlich die Kurse. Innerhalb einer Stunde steigerten die 30 Werte aus dem Dow Jones ihren Wert um 221 Milliarden US-Dollar.
Der DAX legte bis zum Mittag um 3,6 Prozent auf 4.275 Zähler zu. Dabei ist der Ifo-Geschäftsklimaindex im November auf 85,8 Punkte (von 90,2) gefallen. Experten hatten nur mit einem Rückgang auf 88,7 Zähler gerechnet. Offensichtlich befürchteten die Marktteilnehmer aber schlimmeres. So wurden die Daten eher mit einer gewissen Erleichterung aufgenommen. An der EUWAX kam es zu Gewinnmitnahmen bei Call-Optionsscheinen und Long-Zertifikaten. Gleichzeitig spekulieren nun viele kurzfristig orientierte Anleger auf fallende Kurse im weiteren Verlauf.
Ein milliardenschweres Rettungspaket für die Citigroup beflügelte am Vormittag vor allem die Finanzwerte. Neben einer direkten Finanzspritze von 20 Milliarden US-Dollar, übernimmt die US-Regierung Bürgschaften für riskante Kredite in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar. Der Aktienmarkt nimmt die Nachricht, dass die Citigroup gerettet wird, mit großer Erleichterung zur Kenntnis.
Auch deutsche Bankenwerte legten deutlich zu. Die Commerzbank-Aktie stieg um 5,88 Prozent auf 5,76 Euro. Die Deutsche Bank steigerte sich um acht Prozent auf 20,32 Euro. Die Deutsche Postbank lag am Mittag bei 14,93 mit 3,5 Prozent im Plus und die Hypo Real Estate notierte bei 2,47 Euro mit 14,9 Prozent im grünen Bereich. Die Derivateanleger reagierten relativ gelassen. Die starke Nachfrage bei Calls auf die Deutsche Bank, mit einer Laufzeit bis zum Dezember 2009, hielt aber weiter an.
Der Goldpreis zog über das Wochenende deutlich an. Ein Grund hierfür könnte der nachgebende US-Dollar sein. So legte der Euro zur US-Währung zu und notierte am Mittag bei 1,2710 US-Dollar. Eine Feinunze Gold kostete in dieser Phase in London 821,35 US-Dollar. Eine Reihe von Investoren nahm bereits am Vormittag Gewinne bei Call-Optionsscheinen mit. Außerdem spekulieren nun einige Anleger schon wieder auf fallende Goldpreise.  << zurück zur Übersicht