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Staatshilfe für Citigroup treibt US-Börsen nach oben


New York (dpa) - Die US-Börsen haben am Montag gestützt auf eine weitere staatliche Hilfe für die Citigroup kräftige Gewinne verbucht. Unterdessen kündigte der künftige US-Präsident Barack Obama an, mit einem "energischen" Konjunkturprogramm die USA aus der Krise führen und Millionen Arbeitsplätze schaffen zu wollen. Händler bemängelten allerdings, dass Obama bislang keine konkreten Zahlen genannt habe.

Der Leitindex Dow Jones schloss mit plus 4,93 Prozent auf 8443,39 Punkten. Zeitweise tastete er sich sogar bis auf 8600 Punkte heran, konnte dieses Niveau aber nur kurz halten. Für den marktbreiten S&P- 500-Index ging es um 6,47 Prozent auf 851,81 Zähler nach oben. An der NASDAQ stieg der Composite-Index um 6,33 Prozent auf 1472,02 Punkte. Der NASDAQ 100 legte ebenfalls um 6,33 Prozent auf 1154,34 Punkte zu.

Die Titel der Citigroup schossen nach ihren massiven Verlusten der Vorwoche um 57,82 Prozent auf 5,95 US-Dollar nach oben. Die US- Regierung eilt der stark angeschlagenen Großbank mit einer weiteren Kapitalspritze über 20 Milliarden Dollar sowie einer Bürgschaft zu Hilfe. "Summe und Umfang sehen riesig aus", sagte ein Börsianer in einer ersten Reaktion. Er frage sich aber, ob das bedeute, dass andere Finanzhäuser auf Hilfen in ähnlicher Höhe hoffen könnten.

Auch die Titel der Konkurrenten zogen kräftig an. Bank of America- Aktien legten um 27,20 Prozent auf 14,59 Dollar zu, für JPMorgan ging es um 21,39 Prozent auf 27,58 Dollar nach oben, und American Express kletterten um 13,32 Prozent auf 21,18 Dollar.

Ölwerte waren dank des sich etwas erholenden Ölpreises gefragt. So zogen die Aktien von Chevron um 5,41 Prozent auf 74,30 Dollar an. Für ExxonMobil-Papiere ging es um 3,94 Prozent auf 78,80 Dollar hoch.

Unterdessen gewannen Aktien von Hewlett-Packard vor endgültigen Quartalszahlen 3,06 Prozent auf 35,70 Dollar. Die Titel von Xerox stiegen um 17,90 Prozent auf 6,19 Dollar. Der US-Druck-Spezialist rechnet für das Geschäftsjahr 2009 mit einem operativen Ergebnis zwischen 1,4 und 1,7 Milliarden US-Dollar und erfüllte damit die Erwartungen der Analysten.

In der zweiten Reihe kletterten Omrix um 17,16 Prozent auf 24,79 Dollar. Der US-Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson (J&J) will sein Diagnostik- und Medizintechnikgeschäft stärken und wird daher Omrix für rund 438 Millionen Dollar übernehmen. Die Aktien von J&J stiegen um 1,30 Prozent auf 59,11 Dollar.

Die Aktien des Suppenherstellers Campbell Soup verloren nach Zahlen zum ersten Geschäftsquartal 7,58 Prozent auf 33,52 Dollar. Händler führten den enttäuschenden Ausblick auf den Gesamtjahresgewinn als Grund für die Verluste an.

Am Rentenmarkt fielen richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen um 28/32 auf 103 14/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,340 Prozent. Der Kurs des Euro stieg unterdessen wieder über die Marke von 1,29 Dollar und kostete zuletzt 1,2910 Dollar.
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