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Deutsche Aktien schließen im Plus


Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag von positiven Meldungen aus den USA profitiert und ist freundlich aus dem Handel gegangen. Der DAX schloss nach seinen ungewöhnlich hohen Aufschlägen vom Vortag von etwas mehr als 10 Prozent nun mit einem moderaten Plus von 0,13 Prozent bei 4560,42 Punkten. Für den MDAX ging es um 1,02 Prozent auf 5175,17 Punkte nach oben. Der TecDAX rückte um 1,89 Prozent auf 474,82 Zähler vor. Aktienhändler Fidel Helmer von Hauck & Aufhäuser verwies auf neue Maßnahmen der US- Notenbank. Die Fed will mit einem weiteren Hilfspaket vor allem erreichen, dass der derzeit praktisch eingefrorene Kreditmarkt etwa für Hausbau-Darlehen, aber auch für Verbraucher- und Unternehmenskredite, wieder in Gang kommt. Dafür will sie zwei weitere Programme zum Aufkauf bestimmter forderungsbesicherter Wertpapiere auflegen.

Bankenwerte blieben im Fokus der Anleger: Die Aktien von Hypo Real Estate (HRE) standen mit plus 9,20 Prozent auf 2,85 Euro erneut an der DAX-Spitze. Händlern begründete dies damit, dass es keinen spürbaren Verkaufsdruck in den Titeln des angeschlagenen Immobilienfinanzierers gebe. Die Aktien der Deutschen Bank legten um 4,09 Prozent auf 24,20 Euro zu. Hier wirke die Hilfe der US-Regierung für die Citigroup vom Vortag positiv nach, hieß es. Commerzbank- Aktien zogen um 4,84 Prozent auf 6,50 Euro an.

Stahlwerte zählten nach dem Scheitern der Übernahme von Rio Tinto durch BHP Billiton mit zu den größten Gewinnern. Analyst Stefan Röhle von Independent Research zufolge zeigten sich die Anleger erleichtert, dass die Konzentration am Markt für Eisenerz nicht noch weiter zunimmt. So kletterten die im MDAX notierten Titel von Salzgitter um 8,86 Prozent auf 49,41 Euro und profitierten laut Börsianern zudem von der Aussicht auf eine Aufnahme in den DAX im Dezember. Für die Papiere von Klöckner & Co ging es um 5,94 Prozent auf 9,10 Euro nach oben. Im DAX rückten die Papiere von ThyssenKrupp um 3,63 Prozent auf 14,55 Euro vor.

Die im DAX notierten Stammaktien von Volkswagen (VW) standen indes mit minus 22,66 Prozent auf 255,00 Euro erneut am Index-Ende. Die Papiere des Autobauers werden laut Händlern von der Neugewichtung von Indizes belastet, da sie wegen des verringerten Anteils frei handelbarer VW-Aktien in den Aktienbarometern deutlich an Gewicht verlieren.

Außerhalb der großen Indizes sackten Titel von Porsche um 5,77 Prozent auf 52,77 Euro ab. Händler verwiesen auf eine negativ aufgenommene Mitteilung des Sportwagenherstellers, der zufolge die Stuttgarter ihre Produktion der gesunkenen Nachfrage anpassen. Viele Börsianer zeigten sich aber dennoch verwundert über die Stärke des Kursrutsches. "Wenn alle Autohersteller und -zulieferer sowie viele metallverarbeitenden Unternehmen über Kürzungen nachdenken, kann Porsche kaum weiter produzieren, als sei nichts gewesen", sagte einer von ihnen.

Der EuroSTOXX 50 gewann 0,24 Prozent auf 2385,90 Zähler. Auch in London und Paris wurden Gewinne verzeichnet. Die US-Börsen notierten zum europäischen Börsenschluss uneinheitlich.

Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Umlaufrendite weiterhin unverändert bei 3,24 Prozent. Der Rentenindex REX sank um 0,03 Prozent auf 120,67 Punkte. Der Bund Future gewann 0,68 Prozent auf 120,63 Zähler. Der Euro stieg auf 1,3030 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2811 (Montag: 1,2773) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7806 (0,7829) Euro.
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