logo
Home
Mein Depot
 Name, WKN, ISIN
LSR
Deutsche Aktien schließen nach ruhigem Handel im Plus


Frankfurt/Main (dpa) - Nach einem ruhigen Handel hat der DAX am Donnerstag zum viertel Mal in Folge im Plus geschlossen. Der Leitindex profitierte seit Öffnung der Börse von positiven Vorgaben aus den USA und legte schließlich um 2,30 Prozent auf 4665,27 Punkten zu. Der MDAX rückte um 4,15 Prozent auf 5389,57 Zähler vor, und für den TecDAX ging es um 4,36 Prozent auf 498,82 Punkte nach oben. Händler Udo Becker von Merck Finck sprach von einem freundlichen Marktumfeld ohne große Impulse, da in den USA die Börsen wegen des Feiertages Thanksgiving geschlossen blieben. Insofern hätten die deutschen Standardwerte bereits zu Handelsbeginn die Kursgewinne an der Wall Street nachvollzogen und sich in der Folge seitwärts bewegt. In den USA hatten am Mittwoch Schnäppchenjäger zugegriffen und die schwachen Konjunkturdaten in den Hintergrund gedrängt.

Auto- und Finanzwerte standen an der DAX-Spitze und profitierten laut Händlern von der Hoffnung auf eine erfolgreiche Bekämpfung der Finanzkrise. Die Aktien des Versicherers Allianz gewannen 10,05 Prozent auf 59,81 Euro und die Deutsche-Bank-Papiere verteuerten sich um 12,40 Prozent auf 27,23 Euro. Im Autobereich waren die MAN-Titel mit plus 11,41 Prozent auf 37,30 Euro Favorit.

Die Aktien von Infineon fielen hingegen um 3,74 Prozent auf 1,93 Euro. Börsianer werteten eine Anfrage bei Bundeswirtschaftsminister Michael Glos nach staatlichen Hilfen für die angeschlagene Speicherchip-Tochter Qimonda, von der die Deutsche Presse-Agentur dpa am Donnerstag aus den Kreisen erfuhr, negativ. Qimonda hofft den Kreisen zufolge auf staatliche Bürgschaften in dreistelliger Millionenhöhe. Cheuvreux-Analyst Bernd Laux indes hatte zuvor seine Gewinnerwartungen erneut reduziert und dabei auf die sich verschlechternden Fundamentaldaten verwiesen.

Im MDAX sprangen dagegen die Premiere-Aktien um 45,82 Prozent auf 4,71 Euro hoch, nachdem die "Bild"-Zeitung ohne Quellenangabe über die zu erwartende Vergabe der Bundesliga-Rechte an den Bezahlfernsehsender am morgigen Freitag berichtet hatte. Die Aktien der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) kletterten ungeachtet eines Zeitungsberichtes über eine rückläufige Aktivität im Hamburger Hafen nach Anfangsverlusten mit 2,27 Prozent ins Plus auf 23,40 Euro. Laut "Hamburger Abendblatt" trifft die weltweite Wirtschaftskrise nun auch den Hamburger Hafen mit voller Wucht. Ein Händler kommentierte: "Das ist sicherlich nicht positiv, sollte aber gleichzeitig nicht überraschen. Dass Häfen leiden, ist erwartet worden."

Im SDAX sprangen Air Berlin nach Zahlen um 15,33 Prozent nach oben auf 3,46 Euro. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft steigerte ihren Gewinn im dritten Quartal deutlich und bleibt zuversichtlich, auch im Gesamtjahr ein positives operatives Ergebnis zu erzielen.

Der EuroSTOXX 50 gewann 2,28 Prozent auf 2427,97 Zähler. Auch in London und Paris wurden Aufschläge verzeichnet. Die US-Börsen blieben wegen des Feiertages Thanksgiving geschlossen.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Umlaufrendite auf 3,15 (Vortag 3,18) Prozent. Der Rentenindex REX stieg um 0,25 Prozent auf 120,94 Punkte. Der Bund Future verlor 0,13 Prozent auf 121,24 Zähler. Der Eurokurs fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2900 (1,2935) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,7752 (0,7731) Euro.
 << zurück zur Übersicht