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Deutscher Aktienmarkt schließt uneinheitlich


Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag uneinheitlich geschlossen und dabei größtenteils Gewinnmitnahmen verbucht. Der DAX ging dank moderater Gewinne an der Wall Street mit einem geringen Plus von 0,09 Prozent auf 4669,44 Zähler aus dem Markt, nachdem er im Tagesverlauf überwiegend in der Verlustzone verharrt hatte. Damit schloss der Leitindex zum fünften Mal in Folge im Plus. Auf Wochensicht bedeutete dies einen Aufschlag von 13,13 Prozent.

Der MDAX mittelgroßer Werte sank hingegen um 0,63 Prozent auf 5355,59 Punkte. Der technologielastige TecDAX gab um 0,31 Prozent auf 497,29 Zähler nach. Marktanalyst Jochen Intelmann von der Hamburger Sparkasse zufolge hielten sich viele Anleger mit stärkeren Engagements zurück. Die Investoren fürchteten neue schlechte Nachrichten, die am Wochenende wieder für weitere Verunsicherung sorgen könnten, hieß es. Zudem fehlten wesentliche Impulse aus New York. Wegen des Feiertags "Thanksgiving" war die US-Börse am Vortag geschlossen. Der US-Handel an diesem Freitag war verkürzt.

Finanzwerte zählten zu den Favoriten, nachdem überraschend die Komplettübernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank deutlich früher über die Bühne geht als geplant. Zugleich kostet der seit Jahren größte Deal in der deutschen Finanzindustrie das zweitgrößte deutsche Geldhaus deutlich weniger als zunächst geplant. Außerdem wird die Allianz als bisherige Dresdner-Mutter nur noch in geringerem Maße mit 18,4 Prozent an dem neuen fusionierten Bankhaus beteiligt sein. Analyst Philipp Hässler von equinet sprach von einer positiven Nachricht für die Commerzbank. Allianz gewannen an der DAX-Spitze 9,03 Prozent auf 65,21 Euro, Commerzbank rückten um 4,87 Prozent auf 7,215 Euro vor.

Papiere von ThyssenKrupp legten nach der Bilanzvorlage um 2,70 Prozent auf 15,96 Euro zu. Die Zahlen des Industriekonzerns fielen laut Händlern "etwas besser als erwartet" aus, wobei vor allem der Nettogewinn die Prognosen übertroffen habe.

Autowerte zählten hingegen vor dem Wochenende zu den größten Verlierern. Daimler etwa sackten um 3,62 Prozent auf 24,655 Euro ab. Händler sprachen vor allem von Gewinnmitnahmen. Titel von Volkswagen gaben am Indexende um 4,97 Prozent auf 280,33 Euro nach. Auch im TecDAX belasteten Gewinnmitnahmen bei den schwer gewichteten und zuletzt deutlich erholten Solarwerten: Q-Cells- Papiere verbilligten sich um 5,78 Prozent auf 25,25 Euro, und Aktien von Manz Automation sackten um 6,53 Prozent auf 51,50 Euro ab. Der EuroSTOXX 50 stieg um 0,10 Prozent auf 2430,31 Zähler. Auch die Börsen in Paris und London verbuchten Gewinne. In New York notierten die Börsen dagegen uneinheitlich.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Umlaufrendite auf 3,10 (Vortag 3,15) Prozent. Der Rentenindex REX sank um 0,03 Prozent auf 120,91 Punkte. Der Bund Future gewann 0,12 Prozent auf 121,61 Zähler. Der Eurokurs fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2727 (1,2900) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,7857 (0,7752) Euro.
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