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Maschinenbauer sehen sich für 2009 gut gerüstet


Frankfurt/Main (dpa) - Die deutschen Maschinenbauer starten zuversichtlich ins neue Jahr. Es gebe noch keinen Grund, die Erwartungen zu revidieren, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VDMA, Hannes Hesse, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch). Nach Ansicht des VDMA werden die deutschen Maschinenbauer ihre Produktion im Jahr 2009 ungefähr auf der Höhe des Vorjahres halten können, nachdem 2008 ein Produktionszuwachs von 5 Prozent und damit ein Branchenumsatz von 200 Milliarden Euro erreicht wurde. "Wir wissen zwar nicht, wie sich die Lage in drei Monaten darstellen wird", sagt Hesse. "Aber wir sind nicht pessimistisch, weil viele Unternehmen glänzend aufgestellt sind."

Zum einen reiche der durchschnittliche Auftragsbestand noch für die nächsten sechs Monate aus. Und bis dahin sollten die weltweiten staatlichen Infrastrukturprogramme, die derzeit angeschoben werden, erste Wirkungen zeigen, hofft man beim VDMA. Die deutschen Unternehmen hätten zwar derzeit eine Durststrecke mit deutlich rückläufigen Auftragszahlen zu überstehen. Wenn aber die globale Konjunktur bis zum Sommer ihren Tiefpunkt durchschreiten würde, "dann reicht uns das", sagte Hesse.

Teilweise sehen sich die Firmen inzwischen mit etwas schärferen Kreditkonditionen konfrontiert, vor allem wenn es um die Finanzierung einzelner Großprojekte geht. Insgesamt hielten die Banken ihre Kreditzusagen gegenüber den Maschinenbauern aber ein und hätten die Kreditlinien zum Teil sogar noch ausgeweitet, sagte Hesse. Allerdings sei die Branche gespalten: Während es dem Anlagenbau oder regenerativen Energien immer noch gut gehe, hätten andere Bereiche wie Hersteller von Druckmaschinen oder Autozulieferer mit Auftragseinbrüchen zu kämpfen. "Diese extreme Spreizung macht uns große Sorgen", sagte Hesse.
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