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Modeketten bauen Marktanteile aus - Branchenumsatz stabil
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Düsseldorf (dpa) - Die deutsche Modebranche hat 2008 nach ersten Verbandsschätzungen besser abgeschnitten als erwartet. Im Handel sei der Bekleidungsumsatz stabil geblieben oder sogar leicht um bis zu 1,5 Prozent gewachsen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des Deutschen Textileinzelhandels (BTE), Jürgen Dax, am Mittwoch in Düsseldorf. Allerdings gibt es nach seinen Worten eine deutliche Spaltung in der Geschäftsentwicklung. Während kleine und mittelgroße Geschäfte im Schnitt einen Umsatzrückgang von 4 bis 5 Prozent verzeichnet hätten, seien die Erlöse der großen Geschäfte und Ketten einstellig gewachsen.

Auch die deutschen Modehersteller zeigten sich optimistisch. Nach einer Umfrage des Modeverbands GermanFashion unter seinen Mitgliedern kletterte der Umsatz der Unternehmen 2008 um durchschnittlich 3,7 Prozent. Die Hersteller von Berufs- und Sportbekleidung hätten sogar ein Plus von 6,1 Prozent eingefahren. Drei Viertel der Unternehmen bewerteten die Umsatzentwicklung als "gut bis befriedigend". Für 2009 erwartet der Industrieverband aber nur ein geringes Wachstum von 0,9 Prozent. Als Grund nannte Hauptgeschäftsführer Thomas Rasch schlechtere Exportaussichten in wichtigen Abnehmerländern. "Insgesamt können wir aber wirklich positiv nach vorne gucken", betonte er.

BTE-Hauptgeschäftsführer Dax sagte, die Probleme, die der Modehandel in den vergangenen Monaten hatte, hätten nichts mit der Finanzkrise zu tun. Zu schaffen mache der Branche vielmehr die Tatsache, dass die gesamte Verkaufsfläche stetig weiter zunehme, die Kaufbereitschaft der Verbraucher jedoch nicht. Die Ladenfläche wachse jährlich um etwa 8 bis 9 Prozent. Viele kleinere und mittlere Läden hätten unter einer "Schwächephase" wichtiger Lieferanten gelitten.

Impulse erhofft sich die Branche von der Modemesse Igedo Fashion Fairs. Zu der Fachmesse werden vom 1. bis zum 3. Februar 1450 Aussteller aus 46 Ländern in Düsseldorf erwartet.
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