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Wirtschaftsflaute trifft Metallindustrie
Tokio/Düsseldorf (dpa) - Die Metallindustrie kann sich dem Abschwung der
globalen Wirtschaft nicht entziehen. Nachdem bereits ArcelorMittal und
Corus ihre Stahlproduktion gedrosselt haben, wollen Japans Stahlkonzerne
nachziehen. "Die Auftragsentwicklung im August zeigt, dass die
Finanzkrise die Nachfrage in Japan belastet. Für die Stahlunternehmen
sind daher Produktionskürzungen unvermeidlich", sagte der Chef des
japanischen Stahlverbands, Shoji Muneoka, am Dienstag in Tokio. Muneoka,
der auch Chef von Nippon Steel ist, leitet damit eine Wende ein.
Tokio/Düsseldorf (dpa) - Die Metallindustrie kann sich dem Abschwung der
globalen Wirtschaft nicht entziehen. Nachdem bereits ArcelorMittal und
Corus ihre Stahlproduktion gedrosselt haben, wollen Japans Stahlkonzerne
nachziehen. "Die Auftragsentwicklung im August zeigt, dass die
Finanzkrise die Nachfrage in Japan belastet. Für die Stahlunternehmen
sind daher Produktionskürzungen unvermeidlich", sagte der Chef des
japanischen Stahlverbands, Shoji Muneoka, am Dienstag in Tokio. Muneoka,
der auch Chef von Nippon Steel ist, leitet damit eine Wende ein.

Japans Stahlkonzerne hatten sich bislang gegen eine Kürzung ihres
Stahlausstoßes ausgesprochen. Nach Verbandsangaben ging die
Stahlnachfrage im August aber um 7 Prozent auf 5,5 Millionen Tonnen
zurück, weil sich Autohersteller, Elektronikfirmen und Werften mit
Bestellungen zurückhielten. Japan kann sich damit dem weltweiten
Abschwung in der Stahlindustrie nicht entziehen. In China sackte die
Stahlproduktion im August um neun Prozent ab.

Grund dafür ist die Eintrübung der globalen Wirtschaft, die mit der
Finanzkrise verstärkt wird. Am Dienstag kündigte mit Magnitogorsk Iron &
Steel Works (MMK) der drittgrößte Stahlkonzern Russlands eine
Produktionssenkung an. Chinas Baosteel will die Preise für die
wichtigsten Produkte zum Dezember senken, der Preisrückgang in dem
wichtigsten Stahlmarkt geht damit also weiter.

Die deutschen Stahlkocher wollen erst einmal abwarten. Marktführer
ThyssenKrupp will seine Produktion nicht zurückfahren, wie ein Sprecher
beteuerte. Die Düsseldorfer erwarten für das kommende Jahr eine
Erholung. Ein Sprecher von Salzgitter sagte, erst bei einem spürbaren
Rückgang der Nachfrage werde über eine Kürzung nachgedacht. Der
Stahlhändler Klöckner & Co bezeichnete die Nachfrageschwäche als
"Delle". "Getragen von der steigenden Nachfrage in Russland und China
wird der weltweite Stahlverbrauch auch in Zukunft um drei bis fünf
Prozent pro Jahr wachsen", sagte Vorstandschef Thomas Ludwig dem
"Handelsblatt" (Dienstag).

Die Stahlkonzerne stehen mit der Nachfrageflaute nicht alleine. So
stellt der weltgrößte Nickelproduzent, der russische Norilsk-Konzern,
seine für 2009 geplanten Investitionen zurück. Die Nickelpreise sind
seit ihrem Höchststand im Mai 2007 von 51 800 auf 10 500 Dollar pro
Tonne geschrumpft. Mit sinkenden Preisen kämpft auch der norwegische
Aluminium-Produzent Norsk Hydro. Der Umsatz ging im abgelaufenen Quartal
um 9 Prozent auf 21,77 Milliarden Kronen zurück, der Überschuss
halbierte sich auf 968 Millionen Kronen.
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