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Versicherungsbranche erwartet Stagnation der Beitragseinnahmen 2009


Berlin (dpa) - Die Versicherungsbranche in Deutschland rechnet für das kommende Jahr mit einer Stagnation bei den Beitragseinnahmen. Für das laufende Jahr zeichne sich laut Hochrechnung ein Zuwachs von 1,5 Prozent auf 165,3 Milliarden Euro ab, berichtete der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch in Berlin.

Hauptgrund für die erwartete Stagnation der Beitragseinnahmen im kommenden Jahr ist dem GDV zufolge die rückläufige Entwicklung bei klassischen Lebensversicherungen. Während hier im laufenden Jahr noch ein Beitragsplus von 2,0 Prozent verbucht werden kann, gehen die Versicherer 2009 von einem Rückgang um 1,5 Prozent aus. Die stetig steigende Zahl regulär auslaufender Policen könne trotz eines wachsenden Neugeschäfts inzwischen nicht mehr aufgefangen werde, begründete GDV-Präsident Bernhard Schareck die Entwicklung. Einen Zusammenhang mit der Bankenkrise gebe es hingegen nicht.

Im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung geht die Branche nach einem leichten Wachstum 2008 im kommenden Jahr von einer Stagnation der Beiträge aus. Nach der schlechten Bilanz 2007, vor allem verursacht durch den Orkan Kyrill, zeichne sich in diesem Segment dennoch eine spürbare Entlastung ab. Weitere Zuwächse verspricht die Prognose in der privaten Krankenversicherung: Nach einem Beitragsplus von 2,9 Prozent im laufenden Jahr steht 2009 ein Zuwachs von 3,0 Prozent an.

Einen allzu starken Einfluss der internationalen Finanzkrise auf die Versicherungswirtschaft sieht Schareck nicht. "Die für die Krise ursächlichen Finanzprodukte spielen in der Kapitalanlage der Versicherer keine große Rolle", sagte er. Eine aktuelle Bedrohung sei daher nicht erkennbar, vielmehr wirke die Branche dank ihrer auf Sicherheit bedachten Strategien als stabilisierendes Element auf den Finanzmärkten.
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