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China senkt Dividendensteuer zur Stabilisierung der Börse


Hongkong/Peking (APA/ag.) -


Mit steuerlichen Erleichterungen will China die heimischen Börsen stabilisieren. Aktionäre sollen künftig keine Abgaben mehr auf Dividenden zahlen, wenn sie die Anteilsscheine mehr als ein Jahr halten, wie die Regierung der Volksrepublik am Montag mitteilte. China will damit erreichen, dass Anleger langfristig in Wertpapiere investieren und nicht kurzfristig auf hohe Gewinne spekulieren.

Bei einer Haltedauer von einem Monat bis zu einem Jahr soll die Steuer halbiert werden. Voll steuerpflichtig sind Investoren, die ihre Aktien weniger als einen Monat besitzen. Die Änderungen treten bereits am Dienstag in Kraft.

Der chinesische Aktienmarkt ist seit Mitte Juni aus Sorge vor einer Abschwächung der Wirtschaft des Landes um rund 40 Prozent eingebrochen. Die Regierung bemüht sich um eine Beruhigung, die Zentralbank hat die Leitzinsen gesenkt und pumpt frisches Geld in den Markt. Die Regulierer des Riesenreichs wollen zudem mit einer verschärften Aufsicht einen Börsencrash wie im Sommer künftig verhindern. Bei erheblichen Kursschwankungen soll ein System den Aktien-Handel stoppen können.

Als Reaktion auf die Börsenturbulenzen hatte China am 11. August den Wert der Landeswährung Yuan überraschend um fast zwei Prozent gesenkt. Danach intervenierte die Regierung verstärkt im Handel, um die Währung zu stabilisieren. Dabei musste der Staat mit den weltweit größten Währungsreserven tief in seine Schatztruhe greifen.
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