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Immobilienbranche will mehr Jobs streichen - Bauträger ohne Kredite?

Berlin (dpa) - Auch die deutsche Wohnungswirtschaft wird nach Branchenangaben jetzt verstärkt von der Kredit- und Konjunkturkrise getroffen. Für 2009 rechneten einer Konjunktur-Umfrage unter 1600 Mitgliedsunternehmen zufolge mehr als zwei Drittel mit einer Verschlechterung ihrer Geschäftslage. Das berichtete der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) am Montag in Berlin. Die Krise zeige sich vor allem in spürbar nachlassenden Kreditgeschäften und in den Geschäftserwartungen. Rund 30 Prozent der Immobilienunternehmen wolle 2009 Mitarbeiter entlassen, berichtete BFW-Präsident Walter Rasch. Im Frühjahr hatten dies erst 10 Prozent vor.

Für 43 Prozent der Unternehmen hätten sich die Zinskonditionen der Banken bereits merklich verschlechtert. "Für über 30 Prozent ist es überhaupt deutlich schwerer geworden, Finanzierungen abzuschließen", sagte Rasch. Besonders betroffen seien Bauträger und Projektentwickler. Dieser Teil der Branche spüre auch die Folgen gestiegender Baukosten sowie der geringeren steuerlichen Gewinn- Verrechnungsmöglichkeiten über Grenzen hinweg (Zinsschranke).

Dazu Rasch: "Wir appellieren an die Bundesregierung, Banken nicht nur Bürgschaften zur Verfügung zu stellen, sondern diese gleichzeitig unter die Auflage zu stellen, dass Finanzierungsmittel auch an Unternehmen und Endkunden im Kreditgeschäft weitergereicht werden. Es ist inakzeptabel, dass Gelder zwar in Anspruch genommen, nicht aber an den Markt weitergegeben werden."
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