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Küchenmöbelbranche rechnet mit Belastungen im Export


Herford (dpa) - Deutschlands Küchenmöbelhersteller befürchten für 2009 Belastungen beim Auslandsgeschäft und hoffen auf den deutschen Markt. Der Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie äußerte sich "vorsichtig optimistisch" zum Inlandsgeschäft 2009 und setzt auf eine "relativ stabile Entwicklung". "Wir gehen nicht davon aus, dass die verschlechterten Rahmenbedingungen den Inlandsumsatz der deutschen Küchenmöbelindustrie einbrechen lassen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Lucas Heumann, am Mittwoch in Herford. Stark von der Immobilienkrise betroffen seien dagegen Großbritannien oder Spanien.

Der Export nach Spanien oder in die USA sank in den ersten neun Monaten 2008 nach vorläufigen Zahlen bereits erkennbar. Die Exporte nach Spanien gaben um 7,2 Prozent auf 39,5 Millionen Euro nach, die Ausfuhren in die USA sogar um 11,2 Prozent auf 23,3 Millionen Euro. Laut Verbandsangaben waren die gesamten Exporte der Branche im ersten halben Jahr um 8,59 Prozent gestiegen, bis Ende September sank der Zuwachs auf 6,87 Prozent.

Der Verband geht davon aus, dass in Deutschland die geringere Inflation und sinkende Öl- und Gaspreise die schwächere wirtschaftliche Entwicklung ausgleichen. In den ersten drei Quartalen stieg das Inlandgeschäft um 4,99 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro, der Gesamtumsatz kletterte um 5,66 Prozent auf 3,03 Milliarden Euro. Heumann zufolge dürfte sich die Beschäftigungslage verschlechtern: Bis Ende September sank die Zahl der Beschäftigten um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf knapp 15 000.
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