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Deutschland will Bankenrettungspaket nachbessern


Hamburg/Berlin (APA/ag.) - Angesichts der Zurückhaltung der Banken in Deutschland erwägt die dortige Regierung offenbar, das Bankenrettungspaket nachzubessern. Bei der Vergabe von Krediten zwischen den Banken solle eine Instanz zwischengeschaltet werden, die das geliehene Geld garantiere, berichtete das Magazin "Der Spiegel".

Eine Reform des Bankenrettungsplanes wird laut "Spiegel" erwogen, da die Banken sich trotz der staatlichen Milliarden aus Misstrauen kaum mehr Geld untereinander leihen. Das Rettungspaket habe in diesem wichtigen Punkt nicht zum erhofften Erfolg geführt. Als zwischengeschaltete Instanz bei den sogenannten Interbankenkrediten käme laut "Spiegel" die Bundesbank oder die staatliche KfW-Bankengruppe infrage. Banken würden demnach das Geld, das sie anderen Instituten leihen, künftig bei der Zwischeninstanz hinterlegen. Diese solle die Rückzahlung dann garantieren und den Betrag an das Empfängerinstitut weiterleiten. Mit dieser Lösung hätten die Banken keinerlei Risiko mehr, da die Bundesbank die Rückzahlung des Kredits garantiert.

Die Pläne sind laut "Spiegel" zwischen Bundesbank, Kanzleramt und Finanzministerium bereits mehrfach diskutiert worden. Ein Sprecher des Finanzministeriums lehnte auf Anfrage einen Kommentar zu dem Bericht ab. Der bisherige Bankenrettungsplan erfülle bereits eine Garantiefunktion. "Er ist gerade dazu da", hob der Sprecher hervor. Banken können beim Bankenrettungsfonds Soffin nicht nur Finanzspritzen beantragen und an ihn faule Papiere verkaufen, er sieht vor allem auch 400 Milliarden Euro an Kreditgarantien für Banken vor.
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