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Bänder bei deutschen Autobauern stehen länger still
Im Kampf gegen den Absatz-Einbruch verschärfen die deutschen Autobauer ihre Produktionskürzungen.
Frankfurt (APA/dpa/ag.) - Bei Daimler laufen an allen Standorten Gespräche über Arbeitszeitkürzungen. Wie bei den Stuttgartern fallen auch bei BMW die Weihnachtsferien länger aus, zudem forderte der bayerische Hersteller einen staatlichen Rettungsschirm für Zulieferer. Einzig Audi verzeichnete zuletzt eine leichte Steigerung.

Wegen der Absatzkrise schickte BMW die Beschäftigten seines Münchner Stammwerks schon zum Nikolaus-Tag in die Weihnachtsferien. Es würden Überstunden abgebaut, sagte ein Sprecher. Mitte November war bekannt geworden, dass BMW wegen dem Absatzeinbruch in mehreren Werken Produktionspausen einlegen würde.

Bei Daimler finden an allen Standorten in Deutschland Gespräche mit den Betriebsräten statt. Dabei würden die Möglichkeiten durchgesprochen, die Produktionsdrosselung über Arbeitszeitkonten, Arbeitszeitverkürzung oder Kurzarbeit zu organisieren. "Es wird geprüft, was wo anwendbar ist", erklärte eine Sprecherin. Wegen des Einbruchs bei den Absatzzahlen ist in den ersten Monaten des neuen Jahres Kurzarbeit geplant.

Audi trotzt hingegen der Absatzkrise auf dem Automarkt. Im Gegensatz zu BMW und Daimler konnte der Premiumhersteller seinen Absatz leicht steigern. Wie die VW-Tochter am Montag in Ingolstadt mitteilte, stiegen die Auslieferungen im November gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent auf 75.950 Autos. In den ersten elf Monaten verbesserte Audi seinen Absatz um drei Prozent auf 920.700 Fahrzeuge.

In den USA zeichnete sich unterdessen ab, dass die drei großen Autokonzerne mit Notkrediten in Höhe von 15 Milliarden Dollar (11,84 Mrd. Euro) rechnen können. Das wäre aber deutlich weniger als die 34 Mrd. Dollar, um die die Chefs von General Motors, Chrysler und Ford gebeten hatten.

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