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EU erwartet große Strom-Einsparung von Glühbirnen-Verbot


Brüssel (dpa) - Das bevorstehende Verbot klassischer Glühbirnen soll große Mengen Strom in Europa sparen. Der erwartete Beschluss der zuständigen Expertengruppe werde dafür sorgen, "dass die Glühbirnen schrittweise vom Markt beseitigt werden", sagte der französische Energieminister und Ratsvorsitzende Jean-Louis Borloo am Montag in Brüssel. "Das wird sicher große Auswirkungen auf unseren Stromverbrauch haben", fügte Borloo im Energieministerrat hinzu. Er bezifferte das Sparpotenzial auf 40 Terawattstunden pro Jahr. Das könnte EU-Schätzungen zufolge den Stromverbrauch in der Union um bis zu vier Prozent senken.

"Wir hoffen, dass die Entscheidung des Regelungsausschusses unseren Erwartungen entspricht", erklärte der Ratsvorsitzende. Der Ausschuss sollte am Montagnachmittag seine Entscheidung treffen. Weitere Schritte gegen energiefressende Elektrogeräte sollen nach Borloos Worten im kommenden Jahr folgen.

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos betonte, die Nutzung der Glühbirnen solle allmählich auslaufen: "Ich glaube nicht, dass die Umwelt gerettet wird, indem man etwas einfach ausknipst." Die Politik könne auch "keine Polizisten in jede Wohnung schicken", sagte Glos. Den Grundsatzbeschluss zur Abschaffung stromfressender Glühlampen hatten Europas Staats- und Regierungschefs unter deutschem Vorsitz bei ihrem Gipfeltreffen im März 2007 getroffen. Seither arbeiteten Fachleute an Einzelheiten der entsprechenden Regelung.
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