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Viele Mittelständler für Krise besser gewappnet


Berlin (dpa) - Viele Mittelständler sind nach Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) besser als in früheren Krisen für den aktuellen Wirtschaftsabschwung gerüstet. Der Chefvolkswirt der Mittelstandsbank IKB, Kurt Demmer, sagte am Montag bei der Vorstellung einer BDI-Umfrage: "Die Firmen sind finanziell besser aufgestellt als in früheren Abschwungphasen. Und sie reagieren sehr flexibel auf die schwächere Nachfrage, indem sie rasch ihre Produktion zurückfahren und Kosten senken."

Auch hätten viele Betriebe seit 2002 mehr Eigenkapital aufgebaut, um Investitionen aus eigener Kraft zu stemmen. "Die Eigenkapitalquoten mittelständischer Industriefirmen liegen heute im Schnitt bei rund 33 Prozent und damit um sechs Prozentpunkte höher als 2002", sagte Demmer. Zwar würden Firmen wegen der drohenden Rezession teilweise größere Vorhaben verschieben. "Die Investitionstätigkeit kommt aber keineswegs zum Erliegen. Wichtige Zukunftsprojekte werden weiter verfolgt."

Nach Ansicht der Unternehmensberater von Ernst & Young sind die Mittelständler in der aktuellen Krise keineswegs wie das Kaninchen vor der Schlange erstarrt. "Die Unternehmen nutzen die Situation, um sich neu aufzustellen. So halten viele an ihrer Stammbelegschaft fest, um die vorhandenen Kernkompetenzen im Unternehmen zu halten", sagte Ernst & Young-Partner Peter Englisch. Das BDI-Mittelstandspanel wird vom Institut für Mittelstandsforschung IfM Bonn erstellt. Vom 1. September bis 10. November wurden über 1600 Unternehmen online befragt.
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