logo
Home
Mein Depot
 Name, WKN, ISIN
LSR
Glos zur Finanzmarktkrise: Einmischung des Staates begrenzen


Freiburg (dpa) - Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat in der Debatte um die Auswirkungen der Finanzmarktkrise die nationalen Regierungen der Europäischen Union (EU) vor staatlicher Einmischung in die freie Marktwirtschaft gewarnt. Der Staat müsse sich auf seine Ordnungsfunktion beschränken, sagte Glos am Montag in Freiburg. Dies gelte für alle EU-Staaten. Die Regierungen könnten zwar Finanzhilfen gewähren und auf die Krise mit veränderten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft reagieren. Sie dürften sich jedoch nicht als in die freie Marktwirtschaft einmischen.

"Der Staat taugt sehr schlecht als Unternehmer", sagte Glos. "Das hat die Entwicklung der Landesbanken in den vergangenen Wochen bewiesen." Eine Verstaatlichung von Schlüsselindustrien, wie sie der französische Staatschef und EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy ins Gespräch gebracht hat, sei der falsche Weg. Die Regierungen in der EU müssten aber bereit sein, mit Steuersenkungen und Konjunkturprogrammen den Bürgern und der Wirtschaft zu helfen.  << zurück zur Übersicht