logo
Home
Mein Depot
 Name, WKN, ISIN
LSR
OeNB nimmt Prognose stark zurück - 2009 Rezession
Die österreichische Wirtschaft erleidet im nächsten Jahr laut der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) einen deutlichen Einbruch und fällt in eine Rezession. Der Abschwung sei aber nicht mit der Weltwirtschaftskrise von 1929 zu vergleichen, betonte OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny.

Wien (APA) - Im Jahr 2010 soll Österreichs Wirtschaft dann - gestützt von der erwarteten weltweiten Erholung - wieder wachsen.

Die im Juni veröffentlichte Prognose für 2008 bis 2010 wurde von der OeNB nun "markant" zurückgenommen: Mit Stand Anfang Dezember wird für 2008 nun nur mehr ein BIP-Wachstum von 1,6 Prozent (Juni-Prognose: 2,2 Prozent), für 2009 eine Schrumpfung von 0,3 Prozent (Juni-Prognose: +1,7 Prozent) und für 2010 ein leichtes Wachstum von +0,8 Prozent (Juni-Prognose: +2,4 Prozent) erwartet. Hier sind allerdings noch nicht die geplanten konjunkturstützenden Maßnahmen wie Steuerreform und Konjunkturpakete einberechnet.

"Es ist völlig überzogen, den Abschwung mit der Weltwirtschaftskrise von 1929/1930 zu vergleichen", warnte der Notenbankgouverneur heute vor Übertreibungen. Allerdings habe es in Österreich in der Nachkriegszeit erst einmal eine Schrumpfung des BIP gegeben, nämlich im Jahr 1975.

Die Auswirkung am Arbeitsmarkt setze zeitverzögert erst 2010 mit einer Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent ein. Der erwartete Aufschwung werde getragen von der gesamtwirtschaftlichen Erholung. Dabei werden die USA sich vermutlich schneller erholen als der Euro-Raum.

Auf den erwarteten Rückgang der Exporte - die OeNB rechnet mit minus 2,7 Prozent im kommenden Jahr - reagiert die Regierung mit einer Aufstockung des Haftungsrahmens für Exportfinanzierungen um 5 auf 50 Mrd. Euro.

 << zurück zur Übersicht