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Weltbank befürchtet schwerste Rezession seit den 30er Jahren


Washington (dpa) - Die Weltbank befürchtet als Folge der weltweiten Finanz- und Kreditmisere die schlimmste Wirtschaftskrise seit der Großen Depression vor 80 Jahren. "Die Finanzkrise wird wahrscheinlich in der schwersten Rezession seit den 30er Jahren münden", sagte Weltbank-Chefökonom Justin Lin am Dienstag bei der Vorstellung des Weltwirtschaftsausblicks der multilateralen Entwicklungshilfeorganisation. Die Weltbank erwartet für nächstes Jahr ein globales Wachstum von nur noch 0,9 Prozent nach 2,5 Prozent 2008. Damit fällt die Prognose zur Entwicklung der globalen Konjunktur deutlich düsterer aus als die des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Schwesterorganisation der Weltbank.

Während die Wirtschaft der reichen Länder im kommenden Jahr schrumpfe, könnten Schwellen- und Entwicklungsländer nur noch mit einem Plus von 4,5 Prozent rechnen, hießt es in dem Weltbank-Bericht. Zwar habe die Finanzkrise den rasanten Preisanstieg für Rohstoffe gestoppt und umgekehrt, sagte Lin. Stattdessen werde nun das Bankensystem auf eine harte Probe gestellt, während gleichzeitig rund um den Globus Arbeitsplatzverluste drohten.

Angesichts eines erwarteten Rückgangs des Welthandels um 2,1 Prozent im kommenden Jahr müssten sich die Entwicklungsländer auf einen starken Rückgang ihrer Exporte gefasst machen, heißt es in dem Bericht weiter. "Sowohl Reiche Nationen wie auch Entwicklungsländer müssen angesichts des erwarteten Rückgangs des Handels der Versuchung widerstehen, protektionistische Maßnahmen zu ergreifen", sagte Weltbank-Entwicklungsexperte Uri Dadush.

Der Internationale Währungsfonds geht in seinem Anfang November vorgelegten Weltwirtschaftsausblick von einem weltweiten Wachstum von 2,2 Prozent aus, während die Volkswirtschaften der Industrienationen der Prognose zufolge insgesamt schrumpfen werden. Nach einer Faustregel des Fonds bedeutet ein globales Wachstum von unter drei Prozent, dass die Welt in die Rezession gerutscht ist.
dpa fb xx z2 uw
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