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Merkel für neue Weltfinanzverfassung
Peking (APA/dpa/ag.) - Die deutsche Kanzlerin Merkel dringt auf eine zügige Reform des weltweiten Finanzsystems, um die Bankenkrise einzudämmen. Sie habe auf dem Asien-Europa-Gifpel dafür geworben, dass auf dem Welt-Finanzgipfel Mitte November in Washington bereites ein Arbeitsplan aufgestellt wird, sagte Merkel am Samstag. Nötig sei auch eine Institution, die sich stärker um die Kontrolle der Finanzmärkte kümmere. "Das heißt, ein Mandat beschließen, das die Verhandlungen zu einer Finanzmarktreform durchgeführt werden können, die uns auch wirklich zu einer richtigen Finanzverfassung weltweit führt", betonte Merkel. "Nur so können wir verhindern, dass sich eine solche Krise wiederholt." Mit Frankreich sei vereinbart, den G-20-Gipfel von europäischer Seite gemeinsam vorzubereiten. Die Kanzlerin bekräftigte ihren Vorschlag, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) eine Wächterfunktion über die Finanzmärkte zu geben. Am 7. November stimmt die EU ihre Position auf einem Sondergipfel ab.

Die deutsche Kanzlerin zeigte sich besorgt über die abstürzenden Börsenkurse. "Wir sehen, dass das Vertrauen in die Finanzmärkte noch nicht wiederhergestellt ist". Das Treffen der 43 Staaten in Peking sei sinnvoll gewesen, so Merkel, weil alle Gipfelteilnehmer in der Notwendigkeit des internationalen Handelns gegen die Finanzkrise übereingestimmt hätten. Nun gelte es dafür zu sorgen, dass die Finanzkrise nicht mit einer wirtschaftlichen und politischen Destabilisierung in Schwellenländern einhergehe.

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