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Arbeitgeberpräsident pflichtet Hubers Bankenschelte bei


Hamburg/Berlin (dpa) - Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hat der Bankenschelte des IG-Metall-Chefs Berthold Huber beigepflichtet. "Der Bankensektor muss die gespannten Schutzschirme nicht nur zur Sanierung der eigenen Bilanzen verwenden, sondern auch, um die reale Wirtschaft zu unterstützen", sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser am Donnerstag dem Online-Portal stern.de. Er forderte die Banken auf, ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten. Notwendig sei eine neue Bereitschaft, mit dem Umfeld zu kommunizieren und Fehler einzugestehen. Hierzu sei auch neues Personal notwendig.

Er halte weiteren politischen Druck auf die Banken für angebracht, sagte der Gesamtmetall-Chef. Viele Unternehmen hätten bereits Probleme, notwendige Kredite zu bekommen. "Das Misstrauen der Banken gegenüber den eigenen Kunden ist um einiges größer geworden." Zwar könne der Bankensektor kaum dazu gezwungen werden, Kredite zu vergeben. Ein "gewisser öffentlicher Druck" sei aber wichtig, um eine Kreditklemme zu verhindern.

Der Arbeitgeberverband unterstützte auch den Appell der IG Metall, sämtliche Instrumente der Arbeitsmarktpolitik und der Tarifpolitik einzusetzen, um Entlassungen zu vermeiden. Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie würden alle verfügbaren Werkzeuge nutzen, um möglichst viele der 250 000 neu geschaffenen Arbeitsplätze in der Krise zu erhalten, hieß es in einer in Berlin verbreiteten Mitteilung. Dabei spielten die im Tarifvertrag 2009 enthaltenen flexiblen Elemente eine wichtige Rolle.

Die Forderung Hubers nach mehr Mitbestimmung lehnte Kannegiesser hingegen ab. Es gebe keinen Grund, an den Managementqualitäten der deutschen Unternehmen zu zweifeln, die sich in den vergangenen Jahren auf nahezu allen Märkten der Welt Spitzenpositionen erarbeitet hätten.
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