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Neuer Rückschlag bei US-Auto-Rettungspaket


Washington (APA/ag./dpa) - Der US-Senat hat das geplante Rettungspaket für die angeschlagene Automobilindustrie abgelehnt. Ein Streit über die Gehälter für Fabrikarbeiter hat nach Angaben von US-Senatoren zum Scheitern der Milliarden-Hilfen geführt. Wenige Stunden zuvor hatten sich Demokraten und Republikaner noch auf einem Kompromissentwurf verständigt, der dann scheiterte.

Das vom Repräsentantenhaus bereits gebilligte Hilfsprogramm sollte vor allem General Motors und Chrysler aus der Klemme helfen. Der Opel-Mutterkonzern und die ehemalige Daimler-Tochter hatten erklärt, ohne staatliche Finanzhilfe noch vor Jahresende wären sie in wenigen Wochen zahlungsunfähig. Ford ist nach eigenen Angaben nicht derart akut bedroht, hat aber ebenfalls Bedarf an Kreditoptionen angemeldet.

Der 14 Milliarden Dollar (10,8 Mrd Euro) schwere Rettungsplan scheiterte nach einem Verhandlungsmarathon. "Wir werden es nicht zum Abschluss bringen", hatte der Mehrheitsführer der Demokraten, Harry Reid, nach mehr als elfstündigen Gesprächen erklärt. Im Detail sei es um die Frage gegangen, wann die in der Gewerkschaft organisierten US-Beschäftigten ihre Gehälter auf das Niveau der Kollegen im Ausland reduzieren würden, sagte der demokratische Senator Christopher Dodd. Sein republikanischer Kollege Bob Corker, einer der Verhandlungsführer, warf den Demokraten eine Blockade vor. Sie seien nicht bereit gewesen, eine Frist bereits bis 2009 statt erst 2011 zu akzeptieren. "Wir waren drei Worte von einer Einigung entfernt", sagte Corker.

Für die angeschlagenen Autobauer General Motors, Ford und Chrysler gibt es nach dem Scheitern des 14 Mrd. Dollar umfassenden Hilfspakets im Senat kaum noch Chancen auf rasche Hilfe.

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