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Bischof Marx nennt Finanz-Spekulationen
München/Hamburg (dpa) - Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, hat die "gescheiterten Banker" im Zusammenhang mit der aktuellen Finanzkrise zur Buße aufgerufen. Er fordere alle zur Umkehr auf, sagte Marx in einem Interview des Nachrichten-Magazin "Der Spiegel". Viele Bank-Mitarbeiter meinten, "ohne Arbeit schnell reich werden zu können, indem man sein Geld irgendwo hochspekulativ einsetzt - ohne Rücksicht auf die Folgen". Wilde Spekulation sei aber "Sünde", gab der geistliche Oberhirte zu bedenken. Marx sprach sich für eine Rückkehr zur Idee der sozialen Marktwirtschaft aus. "Die soziale Marktwirtschaft ist ein Zivilisationsprodukt. Das haben viele vergessen." Ein Kapitalismus ohne ethischen und rechtlichen Ordnungsrahmen dagegen sei menschenfeindlich.

Zugleich unterstrich der Erzbischof die Bedeutung des einflussreichen Sozialismus-Theoretikers Karl Marx bei der Analyse der Lage. "Die Globalisierung hat Marx schon im Kern als Globalisierung des Kapitals erkannt." Die katholische Soziallehre habe diese Erkenntnisse aufgenommen. "Wir stehen alle auf seinen Schultern, weil wir uns in der Geschichte und Geistesgeschichte an Marx abarbeiten - positiv oder negativ", zitiert das Blatt Bischof Marx. In wenigen Tagen wolle der Erzbischof sein neuestes Buch vorstellen. Es trage den Titel "Das Kapital", berichtete das Magazin.
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