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Bei Mindestlohn von 7,50 Euro drohen Entlassungen


München (dpa) - Ein bundesweiter Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde würde nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) in großem Umfang Arbeitsplätze vernichten. Eine solche flächendeckende Lohnuntergrenze würde vor allem Geringqualifizierten und Arbeitnehmern in Ostdeutschland schaden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Montag), der die Umfrage unter rund 20 000 Unternehmen vorliegt. "Die Einführung von Mindestlöhnen ist ein beschäftigungspolitischer Irrweg erst Recht in der aktuell sehr kritischen Wirtschaftslage, sagte der DIHK-Arbeitsmarktexperte Achim Dercks der Zeitung.

45 Prozent der befragten Unternehmen gaben dem Bericht zufolge an, dass sie von einem Mindestlohn in Höhe von 7,50 Euro betroffen wären. Von diesen Firmen kündigte wiederum jede fünfte an, mit einem Abbau von Jobs zu reagieren. Innerhalb dieser Gruppe sind die Befürchtungen in der Dienstleistungsbranche am größten: 27 Prozent erklärten, die Zahl ihrer Beschäftigten verringern zu wollen. Im Handel lag diese Quote bei 25 Prozent, in der Industrie bei 17 Prozent. In der Bauwirtschaft würden dagegen mehr als ein Viertel der Unternehmen die Zahl ihrer Mitarbeiter erhöhen. Dies erklärt sich damit, dass der Wert von 7,50 Euro zum Teil deutlich unter den gültigen Mindestlöhnen im Baugewerbe liegt. Diese betragen zwischen 9 und 12,85 Euro die Stunde.

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