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US-Wahlmänner wählten Obama zum Präsidenten
Die Wahl von Barack Obama zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten ist jetzt auch formell besiegelt.

Washington (APA/ag.) - Die 538 Wahlmänner aus 50 US-Staaten und dem Hauptstadtbezirk Washington DC wählten am Montag den bisherigen Senator aus Illinois zum Nachfolger von George W. Bush. Obama erhielt bis zum Nachmittag (Ortszeit) mehr als die notwendige Mindestzahl von 270 Stimmen.

Die Mitglieder des Wahlkollegiums trafen sich zur Abstimmung in ihren jeweiligen Staatshauptstädten. Bei der Volkswahl am 4. November sicherte sich der Demokrat Obama die Stimmen von 365 Elektoren. Sein republikanischer Kontrahent John McCain brachte es dagegen nur auf 173 Stimmen. Angesichts dieser Mehrheitsverhältnisse galt die Abstimmung als reine Formsache, wenngleich die Mitglieder des Kollegiums in ihrer Entscheidung nicht gebunden sind.

Offiziell wird das Ergebnis der Abstimmung des Wahlkollegiums am 6. Januar auf einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Repräsentantenhauses bekanntgegeben. Obama wird dann am 20. Jänner als erster schwarzer Präsident in der Geschichte der USA sein neues Amt antreten.

Entscheidend für das Votum des Kollegiums ist das Wahlergebnis der einzelnen Staaten. Dem siegreichen Kandidaten fallen alle Wahlmänner-Stimmen dieses Staates zu. Jeder Staat hat so viele Wahlleute, wie er Vertreter in den Kongress entsendet. Außerdem stellt der District of Columbia, der Bezirk der Bundeshauptstadt Washington, drei Kollegiumsmitglieder.

Die Beteiligung an der Volkswahl am 4. November erreichte mit 61,6 Prozent der Stimmberechtigten den höchsten Stand seit dem Duell zwischen Richard Nixon und Hubert Humphrey im Jahr 1968, wie eine unabhängige Forschergruppe am Sonntag mitteilte. Demnach gaben mehr als 131 Millionen US-Bürger ihre Stimme ab. Vor vier Jahren waren es 122 Millionen. Die Beteiligung lag damals bei 60,1 Prozent.

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