logo
Home
Mein Depot
 Name, WKN, ISIN
LSR
Deutscher Rettungsfonds gegen Bankenkrise steht - Erste Anfragen
Frankfurt/Main (dpa) - Der fast 500 Milliarden Euro schwere Rettungsfonds zur Stabilisierung der deutschen Bankenbranche hat am Montag offiziell seine Arbeit aufgenommen. "Der Fonds steht, wir sind handlungsfähig", sagte der Vorsitzende des Leitungsausschusses des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin), Günther Merl, vor Journalisten in Frankfurt. Es habe auch schon erste Gespräche mit interessierten Banken "über die gesamte Angebotspalette des Fonds" gegeben. Namen wollte er mit Hinweis auf das Bankgeheimnis nicht nennen.

Der vom Bundestag beschlossene Fonds kann zum einen Garantien für Schuldtitel übernehmen, um das Vertrauen an den Finanzmärkten zu verbessern. Dafür stehen 400 Milliarden Euro zur Verfügung. Daneben kann der Fonds sich aber auch an Banken direkt beteiligen und damit deren Eigenkapitalbasis verbessern oder marode Anleihen aufkaufen. Für diese Instrumente stehen derzeit zusammen 80 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Fonds hat 21 Mitarbeiter vor allem aus der Bundesbank, die ab sofort Anträge annehmen. Entschieden über die Hilfen wird letztendlich auf Vorschlag des Leitungsausschusses vom Bundesfinanzministerium.

"Es ist eine Verpflichtung, die man angehen muss", sagte Merl zu seiner persönlichen Motivation, wenige Wochen nach seinem Eintritt in den Ruhestand den Fonds zu leiten. Der 62-jährige Merl war zuvor Chef der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), die bislang vergleichsweise gut in der Finanzkrise abgeschnitten hat. Er sei zuversichtlich, dass der Fonds eine Stabilisierung des Finanzsystems ermöglichen werde, sagte Merl.
 << zurück zur Übersicht