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Banken zahlten vor Staatshilfe Milliarden-Boni


Washington (APA/ag.) - Etliche US-Banken, die um Hilfe aus dem milliardenschweren staatlichen Rettungspaket gebeten haben, ließen ranghohen Mitarbeitern im vergangenen Jahr noch Boni und andere Vergünstigungen in Höhe von fast 1,6 Mrd. Dollar zukommen. Selbst Finanzinstitute, die wegen schlechter Zahlen vor den miserablen wirtschaftlichen Entwicklungen hätten gewarnt sein müssen, zeigten sich großzügig.

Zu den Leistungen für fast 600 Führungskräfte gehörten demnach Barprämien, Aktienoptionen, die private Nutzung von Firmenjets und Chauffeuren, Clubmitgliedschaften und die Inanspruchnahme von Finanzberatern. Die Gesamtsumme könnte die Finanzhilfen für etliche der Banken decken, die bisher Steuergelder aus dem Rettungspaket erhalten haben. Insgesamt gingen bisher Nothilfen in Höhe von 188 Mrd. Dollar an 116 Finanzinstitute.

Der demokratische Vorsitzende des Finanzausschusses im Kongress, Barney Frank, erklärte, die Führungskräfte müssten offenbar mit Bestechungsgeldern dazu animiert werden, den Job zu machen, für den sie im übrigen bezahlt würden. Unter den höchstbezahlten Menschen in Führungspositionen seien offensichtlich welche, die "zusätzliches Geld brauchen, um motiviert zu werden".

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